Wolfsangriff in Hamburg-Altona löst hitzige Debatte über Tötung oder Freilassung aus
Goran BolnbachWolfsangriff in Hamburg-Altona löst hitzige Debatte über Tötung oder Freilassung aus
Wolf greift Frau in Hamburg-Altona an – Debatte über Umgang mit dem Tier entbrannt
Ein Wolf hat in Hamburg-Altona eine Frau angegriffen, nachdem diese versucht hatte, das Tier aus einem Durchgang mit automatischen Türen zu befreien. Der Vorfall hat eine Diskussion darüber ausgelöst, wie mit dem Wolf umgegangen werden soll – mit Forderungen nach Euthanasie oder strenger Überwachung.
Das Tier wurde ohne Betäubung gefangen und in die Wildtierstation Klövensteen im Stadtteil Rissen gebracht. Helmut Dammann-Tamke, Präsident des Deutschen Jagdverbands (DJV), argumentiert, dass der Wolf entweder getötet oder mit einem Sendalhalsband freigelassen werden müsse. Er verwies auf einen Fall aus dem Jahr 2016, in dem ein Wolf namens Kurti wegen weniger aggressiven Verhaltens getötet worden war.
Dammann-Tamke betonte, dass Wölfe in Deutschland lernen müssten, Menschen zu meiden. Zudem schlug er vor, dass die gezielte Entnahme einzelner Tiere das Verhalten ganzer Rudel prägen könne. Sein Ziel ist es, Konflikte zwischen Menschen, Wölfen und Weidetieren zu verringern.
Stand Anfang 2026 gibt es in Hamburgs wilden Gebieten keine bestätigten Wolfsvorkommen, während in Schleswig-Holstein schätzungsweise 10 bis 15 Wölfe in drei bis vier Rudeln an den Grenzen zu Dänemark und Mecklenburg-Vorpommern leben. Dammann-Tamke lehnte eine dauerhafte Gefangenschaft des Wolfs ab und bezeichnete dies aus Tierschutzgründen als inakzeptabel. Falls das Tier freigelassen werde, bestehe er auf die Anbringung eines Senders. Sollte es zu weiteren Vorfällen kommen, unterstütze er die Tötung als letztes Mittel.
Die Debatte dreht sich um die Abwägung zwischen öffentlicher Sicherheit und Artenschutz. Die Behörden müssen nun entscheiden, ob der Wolf getötet, mit Überwachung freigelassen oder andere Maßnahmen ergriffen werden. Die Entscheidung wird Präzedenzfall für ähnliche Fälle in der Zukunft sein.






