Wie Geschlecht die Medizin verändert: Neue Ausstellung in Halle zeigt überraschende Erkenntnisse
Antoinette HettnerWie Geschlecht die Medizin verändert: Neue Ausstellung in Halle zeigt überraschende Erkenntnisse
Neue Wanderausstellung zu „geschlechtergerechter Medizin“ an der Universitätsmedizin Halle
Vom 12. bis 28. Mai 2023 öffnet an der Universitätsmedizin Halle eine neue Wanderausstellung zum Thema „Sex- und Gendersensible Medizin“. Der Eintritt ist frei, und die Schau richtet sich an die Öffentlichkeit, um aktuelle Forschungserkenntnisse verständlich zu vermitteln.
Gezeigt werden zwölf Poster, die zentrale medizinische Unterschiede zwischen den biologischen Geschlechtern erläutern. Themenschwerpunkte sind etwa die unterschiedliche Wirkung von Medikamenten bei Männern und Frauen, geschlechtsspezifische Nebenwirkungen sowie Variationen bei Erkrankungen wie Osteoporose, Herzinfarkten und Gefäßkrankheiten. Auch Infektionen, Depressionen und das Chronische Erschöpfungssyndrom (ME/CFS) werden behandelt.
Veranstalter sind der Deutsche Ärztinnenbund und die Deutsche Gesellschaft für Geschlechterspezifische Medizin, unterstützt von der Margarete-Ammon-Stiftung. Neben klinischen Aspekten gehen die Poster auf Forschungslücken, Lehrmethoden und die Unterrepräsentanz von Frauen in medizinischen Führungspositionen ein. Ein weiterer Fokus liegt auf den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit.
Prof. Dr. Heike Kielstein, Dekanin der Medizinischen Fakultät, betont die Bedeutung geschlechterdifferenzierter Ansätze: „Solche Methoden können zu besseren Behandlungsergebnissen für alle Patientinnen und Patienten führen.“
Die Ausstellung ist zwei Wochen lang ohne Eintrittsgeld zugänglich. Besucherinnen und Besucher erfahren, wie biologische Unterschiede die medizinische Versorgung beeinflussen und warum maßgeschneiderte Forschung entscheidend ist. Die Organisatorinnen und Organisatoren hoffen, damit die Debatte in Medizin, Wissenschaft und Bildung weiter anzuregen.






