Wie die Böhme-Zeitung sich in zehn Jahren radikal neu erfand – und warum das ein Vorbild ist
Wie die Böhme-Zeitung sich in zehn Jahren radikal neu erfand – und warum das ein Vorbild ist
Die Böhme-Zeitung hat sich im letzten Jahrzehnt stärker verändert als in ihrer gesamten 150-jährigen Geschichte. Angesichts der Herausforderungen des digitalen Zeitalters hat das Medium agile Arbeitsmethoden, moderne Technologien und einen zukunftsweisenden Journalismus eingeführt. Den Anfang dieser Umbrüche markierte das Jahr 2014 – ein Meilenstein, der sowohl das Jubiläum als auch den Start einer grundlegenden Neuausrichtung prägte.
2014 feierte die Böhme-Zeitung ihr 150-jähriges Bestehen und leitete zugleich eine Phase rasanter Modernisierung ein. Noch im selben Jahr stellte sie den traditionellen Zeitungsdruck in Soltau ein und verlagerte die Produktion nach Walsrode. Dieser Schritt ermöglichte es dem Team, sich auf die strukturelle Neuaufstellung für die Zukunft zu konzentrieren.
Die Redaktion verließ das langjährige Verlagsgebäude in der Harburger Straße 63 und setzte stattdessen auf ein standortunabhängiges Arbeitsmodell. Diese Veränderung förderte mehr Flexibilität und Effizienz. Parallel entwickelte das Team ein eigenes Content-Management-System (CMS), das auf aktuelle und künftige Anforderungen zugeschnitten ist.
Um Arbeitsabläufe zu optimieren, wurde künstliche Intelligenz eingeführt, die Routineaufgaben übernimmt und so die Mitarbeiter:innen für wichtigere Tätigkeiten entlastet. Das Leitmotiv "Wir geben Orientierung" bleibt dabei zentral – es garantiert den Leser:innen verlässliche Informationen als Grundlage für fundierte Entscheidungen. Die Bildzeitung, die einst Verbindungen zur Böhme-Zeitung hatte, entwickelte sich unter der neuen Trägergesellschaft Berliner Verlag weiter und baute ihr digitales Angebot mit Apps, Online-Abos sowie multimedialen Formaten wie Podcasts und Videos aus.
Heute bietet die Böhme-Zeitung einen kostenlosen wöchentlichen Newsletter an, der über aktuelle Nachrichten aktuell aus der Region Heidekreis informiert. Stefan Grönefeld, Teamleiter, verantwortet diese Initiative – ein Zeichen für die enge Bindung des Mediums an sein Publikum.
Die Böhme-Zeitung hat sich neu erfunden: mit digitalen Werkzeugen, flexiblen Arbeitsmodellen und einer Kultur der Anpassungsfähigkeit. Durch den Fokus auf Effizienz und Leser:innennähe bleibt sie eine vertrauenswürdige Stimme des lokalen Journalismus. Die Veränderungen sichern ihre Relevanz in einer sich wandelnden Medienlandschaft – ohne dabei den Kernauftrag aus den Augen zu verlieren: klare und zuverlässige Informationen zu liefern.
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