18 February 2026, 11:31

Weinligstraße in Soltau: Warum die marode Straße weiter auf Sanierung wartet

Eine belebte Stadtstraße mit Fußgängern, Radfahrern und Fahrzeugen, gesäumt von glaswandigen Gebäuden, Laternen und Schildern, unter einem klaren blauen Himmel mit Bäumen im Hintergrund.

Weinligstraße in Soltau: Warum die marode Straße weiter auf Sanierung wartet

Die Weinligstraße in Soltau ist seit über einem Jahrzehnt ein Zankapfel. Anwohner beschreiben die Straße als marode und gefährlich – besonders für Radfahrer. Nun streiten politische Gruppen darüber, ob die längst überfällige Sanierung endlich Priorität erhalten soll oder weiter auf der Liste der Förderprojekte nach hinten rückt.

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Der desolate Zustand der Straße sorgt sowohl bei Bürgern als auch bei Politikern für Kritik. Anwohner warnen vor den Gefahren, während Christian Wüstenberg, Fraktionsvorsitzender der Grünen, betont, dass die Sanierung aus Verkehrssicherheitsgründen dringend notwendig sei. Zudem dient die Straße als vielgenutzte Umleitungsroute für Autofahrer, die die gesperrten Absperrungen an der Walsroder Straße umfahren – was die Abnutzung weiter verschärft.

Trotz der Bedenken sind im aktuellen Haushalt der Stadt Soltau keine Mittel für das Projekt vorgesehen. CDU-Fraktionschefin Heidi Schröken stellt klar, dass der Bau neuer Schulen und Sporteinrichtungen Vorrang habe. Die SPD hat hingegen einen Antrag eingebracht, die Sanierungskosten zu prüfen – doch selbst wenn die Summen feststehen, könnten sich weitere Verzögerungen ergeben.

Hinzu kommt die angespannte Haushaltslage Soltaus. Die Stadt hat zwar Steuern erhöht, um dringende Investitionen zu stemmen, doch für große Vorhaben fehlen weiterhin die Mittel. Verschärft wird die Situation dadurch, dass die Straßenbaubeitragssatzung (Strabs) 2022 nach einem Beschluss von CDU, Bürgerunion/FDP und AfD abgeschafft wurde.

Ohne unmittelbare Finanzierung und angesichts konkurrierender Prioritäten bleibt die Zukunft der Weinligstraße ungewiss. Die von der SPD beantragte Kostenprüfung könnte zwar Klarheit schaffen – doch ohne bewilligte Mittel wird es vorerst kaum mit den Bauarbeiten losgehen. Bis dahin müssen Anwohner und Radfahrer weiter eine Straße nutzen, die viele als unsicher empfinden.