28 March 2026, 10:37

Warum im Männerfußball noch immer kein Profi als schwul geoutet ist

Eine Frau in einem weißen Hemd hält ein Schild hoch, auf dem "LGBTQ+ Lives Matter" steht, vor einer Wand und schaut entschlossen.

Warum im Männerfußball noch immer kein Profi als schwul geoutet ist

Homosexualität bleibt im Männer-Profifußball ein Tabuthema. Trotz gesellschaftlicher Fortschritte in anderen Bereichen hat sich bisher kein aktiver Spieler in den drei höchsten deutschen Ligen öffentlich als schwul geoutet. Faninitiativen und Vereinsverantwortliche fordern nun mehr Offenheit in dieser Frage.

Christian Dobrick, U19-Trainer beim FC St. Pauli, gab kürzlich seine Homosexualität bekannt. Er kritisierte den Männer-Profifußball dafür, schwule Spieler wie "Außerirdische" zu behandeln. Seine Äußerungen haben die Debatte über den Umgang des Sports mit LGBTQ+-Personen neu entfacht.

Auch Uli Hoeneß, eine prägende Figur beim FC Bayern München, sprach sich für mehr Offenheit aus. Ein Coming-out eines Trainers wäre für den Verein "kein Problem", betonte er. Der FC Bayern erklärte zudem, jeden Spieler oder Mitarbeiter zu unterstützen, der nach einem Outing mit Medienhetze oder Online-Hass konfrontiert wird.

Der Kontrast zum Frauenfußball könnte größer nicht sein: Dort wird die sexuelle Orientierung von Spielerinnen seit Langem selbstverständlich akzeptiert. Im Männerfußball hingegen herrscht nach wie vor Schweigen – in der Bundesliga, 2. Bundesliga oder 3. Liga hat sich kein aktiver Profi öffentlich zur LGBTQ+-Community bekannt.

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Fanvertreter fordern einen Wandel und argumentieren, der Fußball müsse ein inklusiveres Umfeld schaffen. Vereine wie St. Pauli gehen bereits mit gutem Beispiel voran und unterstützen LGBTQ+-Initiativen.

Die Diskussion offenbart eine klare Kluft zwischen Männer- und Frauenfußball. Zwar befürworten einige Clubs und Persönlichkeiten mehr Offenheit, doch die Abwesenheit geouteter schwuler Spieler in den deutschen Spitzenligen bleibt bestehen. Unterstützer und Funktionäre setzen sich weiterhin für einen Mentalitätswandel im Fußball ein.

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