Warnstreiks in der Süßwarenindustrie: Arbeiter fordern 5,8 Prozent mehr Lohn
Birte SchülerWarnstreiks in der Süßwarenindustrie: Arbeiter fordern 5,8 Prozent mehr Lohn
Beschäftigte in Deutschlands Süßwarenindustrie beginnen Warnstreiks für höhere Löhne
Arbeiter:innen in der deutschen Süßwarenbranche haben mit Warnstreiks für bessere Bezahlung begonnen. Am Freitag legten Mitarbeiter:innen des Snackherstellers Lorenz in Hankensbüttel die Arbeit nieder – der erste Streik dieser Art in der aktuellen Tarifrunde. Branchenweit sind rund 60.000 Menschen beschäftigt.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) treibt die Forderungen nach Lohnerhöhungen voran. Sie verlangt von den Arbeitgebern eine Steigerung um 5,8 Prozent über zwölf Monate. Verhandelt wird derzeit mit dem Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI).
Die Arbeitgeberseite schlug hingegen ein halbes Jahr Lohnstopp vor, gefolgt von einer Erhöhung um 1,9 Prozent im Jahr 2026 und 1,5 Prozent im Jahr 2027. Die NGG bezeichnete dieses Angebot als „völlig unzureichend“.
Fast die gesamte Belegschaft des Lorenz-Werks und -Lagers in Hankensbüttel beteiligte sich am Ausstand. Bereits am 4. Juni hatten rund 200 Beschäftigte des Gebäckherstellers Bahlsen in Barsinghausen, Langenhagen und Hannover die Arbeit niedergelegt.
Der Streik bei Lorenz Snacks deutet auf wachsende Unzufriedenheit in der Branche hin. Die Beschäftigten lehnen das aktuelle Lohnangebot ab und fordern bessere Konditionen. Sollten die Verhandlungen nicht vorankommen, könnten weitere Arbeitsniederlegungen folgen.






