14 June 2026, 02:33

VW-Abgasaffäre: Wie Winterkorn und Diess früh über Betrugssoftware informiert wurden

VW: Winterkorn könnte bereits Monate vorher von der Software gewusst haben

VW-Abgasaffäre: Wie Winterkorn und Diess früh über Betrugssoftware informiert wurden

Der Abgasskandal von Volkswagen drehte sich um eine Software, die speziell entwickelt wurde, um behördliche Abgastests zu manipulieren. Der Betrug betraf weltweit rund 11 Millionen Fahrzeuge. Schlüsselfiguren, darunter der ehemalige Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn, sehen sich nun mit Ermittlungen wegen Betrugs und Marktmanipulation konfrontiert.

Ein VW-Abgasfachmann informierte Martin Winterkorn und Herbert Diess am 27. Juli 2015 über die betrügerische Software. Winterkorn wusste bereits mindestens zwei Monate vor Bekanntwerden des Skandals von der Manipulationssoftware. Später trat er zurück, und Matthias Müller übernahm den Vorsitz des Konzerns.

Müller hat seitdem einen umfassenden Umstrukturierungsprozess des Unternehmens eingeleitet, bei dem der Fokus auf Elektrofahrzeugen, digitalen Dienstleistungen und autonomem Fahren liegt. Ferdinand Piëch, einst das mächtige Oberhaupt von VW, hatte zuvor in einem Machtkampf mit Winterkorn gestanden. Hans Dieter Pötsch, der Piëch als Vorsitzender des Aufsichtsrats nachfolgte, wird ebenfalls wegen des Verdachts auf Marktmanipulation untersucht.

Stephan Weil, Ministerpräsident von Niedersachsen, vertritt das Land im Aufsichtsrat von VW und bekleidet dort ein Präsidialamt. Wolfgang Porsche, ein einflussreiches Mitglied der Porsche-/Piëch-Familie, setzte sich für offene Diskussionen über schwierige Themen innerhalb des Gremiums ein.

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Winterkorn bleibt wegen seiner mutmaßlichen Rolle im Skandal unter Ermittlungsdruck. Auch Pötsch und andere stehen unter ähnlicher Beobachtung. Das Unternehmen setzt unter Müllers Führung die Umstrukturierung fort, um die Folgen des Abgasbetrugs zu bewältigen.

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