ver.di ruft zu Streiks im öffentlichen Dienst Niedersachsens und Bremens auf
Antoinette Hettnerver.di ruft zu Streiks im öffentlichen Dienst Niedersachsens und Bremens auf
Beschäftigte im öffentlichen Dienst in Niedersachsen und Bremen bereiten sich auf Streiks in dieser Woche vor. Die Gewerkschaft ver.di hat zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, nachdem sie höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen für rund 284.100 Mitarbeiter gefordert hatte. Die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den Arbeitgebern der Länder sind bisher ohne Ergebnis geblieben.
ver.di setzt sich für eine monatliche Lohnerhöhung von 7 Prozent für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst der beiden Bundesländer ein. Zudem fordert sie eine Mindesterhöhung von 300 Euro für niedrigere Lohngruppen sowie 200 Euro mehr im Monat für Berufsanfänger. Unbefristete Verträge nach erfolgreicher Ausbildung und eine Erhöhung der Schicht- und Überstundenzuschläge um 20 Prozentpunkte gehören ebenfalls zu den Forderungen.
Die Streiks werden zentrale Dienstleistungen beeinträchtigen, darunter die beiden Universitätskliniken in Niedersachsen, Landesstraßenbau-Teams, die NPorts sowie Hochschulen. In Bremen ist für 9:00 Uhr eine Kundgebung auf der Bürgerweide geplant, gefolgt von einer Demonstration um 10:30 Uhr mit Reden von Gewerkschaftsvertretern.
Der Konflikt ähnelt jüngsten Tarifauseinandersetzungen in anderen Regionen. In Nordrhein-Westfalen (2023) forderte ver.di eine Lohnerhöhung von 10 Prozent, während in Bayern (2024) 500 Euro Inflationsausgleich und 11 Prozent mehr Lohn verlangt wurden. In Hessen (2025) lag der Fokus auf der Verringerung der Arbeitsbelastung und der Sicherung von 5,5 Prozent Gehaltssteigerung angesichts hoher Inflation.
Die Gewerkschaft strebt zudem eine Laufzeit des neuen Tarifvertrags (TV-L) von zwölf Monaten an. Sollte keine Einigung erzielt werden, könnten weitere Arbeitskampfmaßnahmen in beiden Ländern folgen.
Die Streiks sind Teil eines breiteren Drucks für bessere Bezahlung und Arbeitsbedingungen im deutschen öffentlichen Dienst. Bei Erfolg würden die Forderungen die Löhne Tausender Beschäftigter erhöhen, darunter auch von studentischen Hilfskräften, die künftig einen Mindestlohn erhalten sollen. Das Ergebnis wird zudem künftige Verhandlungen in anderen Bundesländern prägen.






