Uwe Steimle kehrt als skurriler DDR-Kommissar in Volkspolizeiruf Tatort Ost zurück
Goran BolnbachUwe Steimle kehrt als skurriler DDR-Kommissar in Volkspolizeiruf Tatort Ost zurück
„Volkspolizeiruf Tatort Ost“: Neue Krimireihe bringt DDR-Kriminalfälle zurück auf den Bildschirm
Mit Volkspolizeiruf Tatort Ost kehrt eine neue Krimiserie mit ostdeutschen Kriminalgeschichten auf die Leinwand zurück. Uwe Steimle, bekannter Kabarettist aus der ehemaligen DDR, übernimmt nach 15 Jahren Pause bei Polizeiruf 110 die Rolle des exzentrischen Kommissars Bemme. Die Serie widmet sich Verbrechen an Ostdeutschen – mit einer Besonderheit: Die Pilotfolge umfasst ungewöhnliche 11.000 Seiten.
Im Mittelpunkt steht Kommissar Bemme, ein skurriler Ermittler, der von Sahra und Egon unterstützt wird. Der erste Fall, Mord unter der Windkraftanlage, verstrickt sich in ein verschlungenes Plotgeflecht mit einer geheimnisumwitterten Behörde und einem Oktopus, der über rätselhaftes Wissen verfügt. Hinter den Kulissen eskalierte die Stimmung bei einer Presseveranstaltung, als Steimle und Drehbuchautor Uwe aneinandergerieten – beide verließen daraufhin abrupt die Kneipe.
Die Produktion entsteht zu einer Zeit, in der der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR), der öffentlich-rechtliche Sender für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, aufgrund von Budgetkürzungen für drei Jahre keine neuen Folgen von Tatort und Polizeiruf in Auftrag gibt. Volkspolizeiruf Tatort Ost soll diese Lücke füllen und sich auf Straftaten konzentrieren, die von Westdeutschen oder Migranten an der ostdeutschen Bevölkerung verübt wurden. Holger Friedrich, ein ehemaliger Verleger und heutiger Executive Producer, hat noch größere Pläne: Er will mit Ostflix eine Streaming-Plattform für DDR-Inhalte etablieren.
Die Serie feiert ihre Premiere auf ausgewählten Telegram-Kanälen, ein offizieller Sendetermin steht jedoch noch aus.
Mit ihrer monumentalen Pilotfolge und dem scharfen Ost-West-Fokus markiert Volkspolizeiruf Tatort Ost ein mutiges Comeback für Uwe Steimle. Die ungewöhnliche Veröffentlichungsstrategie und die ehrgeizigen Produktionsziele könnten die Art und Weise verändern, wie ostdeutsche Geschichten ihr Publikum erreichen. Bis dahin bleibt abzuwarten, wann – und wo – die Zuschauer die Serie sehen können.






