TUIfly wird 50: Vom Luxus-Charter zum Massenflieger mit Currywurst an Bord
Antoinette HettnerTUIfly wird 50: Vom Luxus-Charter zum Massenflieger mit Currywurst an Bord
TUIfly feiert 50 Jahre seit ihrem ersten Flug unter der Marke Hapag-Lloyd. Aus einer kleinen Charterfluggesellschaft hat sich das Unternehmen zu einem der führenden Ferienflieger mit einer modernen Flotte entwickelt. Die Geschichte ist geprägt von finanziellen Turbulenzen, Umfirmierungen und dem Wandel vom exklusiven Reisen zum Massentourismus.
Alles begann am 30. März 1973, als der Jungfernflug von Hapag-Lloyd von Hamburg nach Ibiza startete. Pilot Helmut Spitzer, der damals das Kommando hatte, war auch beim Jubiläumsflug dabei – diesmal jedoch als Passagier in Sitz 1B. Fliegen war in jenen Tagen noch ein Luxus: Ein Ticket von Frankfurt nach Los Angeles kostete rund 3.000 D-Mark.
Schon 1974 erweiterte die Airline ihr Angebot mit Langstrecken-Charterflügen von Hannover nach Mombasa und auf die Seychellen. Mit Maschinen vom Typ Boeing 727-100 waren Zwischenlandungen zum Tanken nötig – ein Zeichen für die damals noch begrenzte Reichweite. In den 1980er-Jahren folgte ein rasantes Wachstum, unter anderem mit Frachtdiensten und weiteren Langstreckenrouten.
Heute umfasst die Flotte von TUIfly 22 Flugzeuge, und das Unternehmen beschäftigt 1.700 Mitarbeiter – ein gewaltiger Sprung gegenüber den drei Maschinen und 15 Piloten der 1970er-Jahre. Die Airline bedient beliebte Urlaubsziele wie das Mittelmeer, die Kanarischen Inseln, Kap Verde und Ägypten. An Bord gibt es Leckereien wie Currywurst, von der jährlich rund 160.000 Portionen verkauft werden. Die moderne Flotte, darunter die Boeing 737 MAX, spiegelt die Entwicklung unter dem Dach der TUI Group wider.
Der Jubiläumsflug von Hannover nach Ibiza unterstreicht die anhaltende Bedeutung von TUIfly im Pauschalreisegeschäft. Von einer einzigen Strecke im Jahr 1973 bis zu einem kontinentübergreifenden Netz hat sich die Airline über Jahrzehnte hinweg immer wieder neu erfunden. Mit einer Mischung aus Nostalgie und modernem Service bleibt sie ein wichtiger Akteur im europäischen Tourismus.






