Tausende fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen vor Gesetzesreform
Antoinette HettnerTausende fordern in Berlin mehr Rechte für Menschen mit Behinderungen vor Gesetzesreform
Hunderte Demonstranten zogen am Samstag durch Berlin, um mehr Rechte und eine bessere Inklusion für Menschen mit Behinderungen zu fordern. Die Kundgebung fand nur wenige Tage vor der ersten Lesung geplanter Reformen des Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag statt. Veranstalter und Aktivisten verlangten rechtlich verbindliche Änderungen, um die Barrierefreiheit im gesamten Land zu verbessern.
Der Marsch startete am Brandenburger Tor und führte in Richtung Rotes Rathaus. Die Polizei schätzte die Zahl der Teilnehmer auf etwa 1.000 Menschen. Unterstützt wurde die Demonstration von einem breiten Bündnis aus Wohlfahrtsverbänden, sozialen Organisationen und Behindertenrechtsgruppen.
Auf der Abschlusskundgebung kündigten die Organisatoren an, eine Petition für verbindliche Barrierefreiheitsstandards einzureichen. Bei der Veranstaltung sprachen prominente Persönlichkeiten, darunter Berlins Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe (SPD) und Bundestagsvizpräsident Bodo Ramelow (Linke). Auch mehrere Abgeordnete wandten sich an die Menge und betonten die Dringlichkeit gesetzgeberischer Maßnahmen.
Die Proteste erfolgen vor der Bundestagssitzung am Donnerstag, in der die Abgeordneten über Aktualisierungen des Behindertengleichstellungsgesetzes debattieren werden. Aktivisten kritisieren, dass die aktuellen Vorschläge nicht ausreichen, um die volle Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am öffentlichen Leben zu gewährleisten.
Die Demonstration unterstrich den wachsenden Druck auf die Politik, die Rechte von Menschen mit Behinderungen zu stärken. Mit der geplanten Einreichung der Petition wollen die Organisatoren die anstehende parlamentarische Debatte beeinflussen. Das Ergebnis der ersten Lesung am Donnerstag wird entscheiden, ob strengere Barrierefreiheitsregeln Gesetz werden.






