02 May 2026, 16:28

Tag der Arbeit in Braunschweig: Tausende demonstrieren zwischen Solidarität und Provokation

Eine Gruppe von Menschen geht eine Straße in Berlin entlang und hält ein pinkes "Happy Pride March"-Schild, mit Gebäuden, Laternenmasten und Verkehrszeichen an der Straße unter einem bewölkten Himmel.

Tag der Arbeit in Braunschweig: Tausende demonstrieren zwischen Solidarität und Provokation

Mehrere Kundgebungen in Braunschweig zum Tag der Arbeit

Am Freitag fanden in Braunschweig im Rahmen des Internationalen Tags der Arbeit mehrere Demonstrationen statt. Die größte Veranstaltung, organisiert vom DGB-Gewerkschaftsbund, zog etwa 1.800 Teilnehmer an. Daneben gab es weitere Märsche, darunter einen Aufmarsch der rechtsextremen NPD, die sich über die Stadt verteilten.

Der erste DGB-Marsch begann um 11 Uhr am Burgplatz und endete gegen 12:30 Uhr im Bürgerpark. Eine zweite Kundgebung des DGB unter dem Motto „Hoffnung organisieren – Gemeinsam für eine solidarische Gesellschaft“ startete um 13:05 Uhr an der Konrad-Adenauer-Straße. Beide Veranstaltungen verliefen weitgehend friedlich, wenn auch kleinere Zwischenfälle gemeldet wurden.

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Gleichzeitig hielt die rechtsextreme NPD eine Kundgebung mit etwa 40 Teilnehmern in der Nähe des Bahnhofs ab. Ihre Route wurde geändert, um eine Konfrontation mit dem zweiten DGB-Marsch zu vermeiden. Während der NPD-Veranstaltung flogen Eier, es gab jedoch keine Verletzungen oder Sachbeschädigungen.

Einige DGB-Demonstranten schlossen sich später einer spontanen Gegenkundgebung am Hauptbahnhof gegen den NPD-Aufmarsch an. Bis 17:15 Uhr waren alle Demonstrationen beendet. Die Polizei meldete zwei körperliche Angriffe auf Beamte sowie einen Fall von Widerstand während des Tages.

Die Proteste in Braunschweig endeten ohne größere Störungen, wenn auch vereinzelte Auseinandersetzungen stattfanden. Die DGB-Märsche verzeichneten die höchste Beteiligung, während die NPD-Kundgebung nur wenig Zulauf hatte. Die Behörden bestätigten, dass die meisten Veranstaltungen trotz einiger Vorfälle geordnet blieben.

Quelle