Symrise in den USA freigesprochen – doch die EU ermittelt weiter im Kartellverdacht
Goran BolnbachSymrise: US-Behörden stellen Kartellfall ein - Symrise in den USA freigesprochen – doch die EU ermittelt weiter im Kartellverdacht
Symrise in den USA von Vorwürfen freigesprochen – EU-Kartellverfahren läuft weiter
Nach einer langwierigen Kartelluntersuchung wegen angeblicher Preisabsprachen in der Duftstoffbranche ist der deutsche Konzern Symrise in den USA von allen Vorwürfen entlastet worden. Diese Entscheidung folgt einem ähnlichen Ausgang in Großbritannien, wo die Behörden ihr Verfahren gegen das Unternehmen ebenfalls eingestellt hatten. Doch die Europäische Kommission ermittelt weiterhin in dem Fall.
Die Ermittlungen gegen Symrise begannen 2023, als die Aufsichtsbehörden den Verdacht äußerten, das Unternehmen könnte an einem Duftstoff-Kartell beteiligt gewesen sein. Noch im selben Jahr durchsuchte die Europäische Kommission den Firmensitz von Symrise in Holzminden und beschlagnahmte im Rahmen ihrer Untersuchungen Dokumente. Ziel der Razzia war die mögliche Absprache zwischen Symrise und seinen drei größten Wettbewerbern.
Das US-Justizministerium hat das Verfahren nun offiziell eingestellt und erklärt, es habe keine Beweise für rechtswidriges Verhalten gefunden. Damit wurde Symrise zum zweiten Mal entlastet – nach der früheren Entscheidung Großbritanniens, seine eigenen Ermittlungen einzustellen. Trotz dieser Ergebnisse läuft das Verfahren der EU-Kommission jedoch weiterhin, Stand Februar 2026.
Da die Fälle in den USA und Großbritannien nun abgeschlossen sind, drohen Symrise in diesen Ländern keine weiteren rechtlichen Konsequenzen. Allerdings bleibt die Untersuchung der Europäischen Kommission noch offen. Die Zukunft des Unternehmens auf dem Duftstoffmarkt könnte maßgeblich vom Ausgang der laufenden EU-Prüfung abhängen.






