07 June 2026, 00:28

SXSW London entfacht Streit über KI-Deepfakes und Meinungsfreiheit

Piers Morgan: KI ist so mächtig, dass eine Deepfake-Attrappe von mir sogar meine eigene Mutter getäuscht hat - SXSW London

SXSW London entfacht Streit über KI-Deepfakes und Meinungsfreiheit

Das erste SXSW London löst Debatten über Meinungsfreiheit und KI-generierte Inhalte aus

Über 800 Redner:innen, Künstler:innen und Filmvorführungen versammeln sich beim ersten South by Southwest (SXSW) in London, um vielfältige Perspektiven auszutauschen. Doch die Veranstaltung steht auch in der Kritik – insbesondere vom Moderator Piers Morgan, der die Haltung des Festivals zu Zensur und Deepfake-Technologie infrage stellt.

Morgan äußert seit Langem Bedenken gegenüber KI-generierten Clips, die seine Stimme und sein Aussehen imitieren. Selbst seine Mutter hatte kürzlich Schwierigkeiten, ein Deepfake-Video von ihm vom echten Morgan zu unterscheiden. Sogar die Sängerin Katherine Jenkins gab zu, kurzzeitig auf KI-Clips hereingefallen zu sein, die vorgaben, Ausschnitte aus Morgans Show zu zeigen.

Der Moderator kritisierte zudem, dass sich SXSW London nicht für den YouTube-Kommentator Cenk Uygur einsetzte, nachdem dieser gemeinsam mit seinem Neffen Hasan Piker die Einreise nach Großbritannien verweigert wurde. Die Behörden begründeten dies damit, ihr Aufenthalt sei „nicht förderlich für das öffentliche Wohl“. Dennoch betonten die Festivalveranstalter, sie stünden weiterhin hinter Morgans Recht auf freie Meinungsäußerung – selbst wenn er sie kritisiere.

Jenkins ihrerseits äußerte Zweifel an der Authentizität von Inhalten auf Plattformen wie TikTok. Sie räumte ein, es falle ihr zunehmend schwerer, dem zu vertrauen, was sie online sehe. Morgan hingegen zeigt sich überzeugt, dass er – zumindest vorerst – überzeugender argumentieren könne als jede KI.

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SXSW London wirbt weiterhin für offenen Dialog, mit Hunderten von Stimmen, die sich beteiligen werden. Doch die Veranstaltung ist längst Teil einer größeren Debatte über KI-Täuschungen und Meinungsfreiheit geworden. Wie das Festival auf diese Herausforderungen reagiert, wird die Diskussionen wohl noch lange über die letzte Vorführung hinaus prägen.

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