Spendenwelle für Markus W. nach jahrelangem Rechtsstreit mit Gil Ofarim
Antoinette HettnerHotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Spendenwelle für Markus W. nach jahrelangem Rechtsstreit mit Gil Ofarim
Ein Social-Media-Influencer hat eine Spendenkampagne für Markus W. gestartet, den Hotelmitarbeiter, der 2021 fälschlich vom Sänger Gil Ofarim beschuldigt worden war. Der Aufruf erfolgt, nachdem Ofarim zwar 100.000 Euro in einer Reality-Show gewonnen hat, Markus W. aber weiterhin die 20.000 Euro aus einem Gerichtsvergleich schuldet. Die öffentliche Unterstützung für W. ist gewachsen, seit Beweise seine Unschuld bewiesen haben.
Der Fall begann im Oktober 2021, als Ofarim W. nach einer Aufforderung, seine Davidstern-Kette im Leipziger Westin-Hotel zu zeigen, Antisemitismus vorwarf. Erste Berichte stellten W. als Angreifer dar, doch Zeugenaussagen, Videoanalysen und die Staatsanwaltschaft widerlegten die Vorwürfe später. Ofarim entschuldigte sich vor Gericht, löschte das belastende Video und willigte ein, W. 20.000 Euro zu zahlen sowie 10.000 Euro an eine gemeinnützige Organisation zu spenden.
Die öffentliche Meinung änderte sich, als weitere Details bekannt wurden. W. gab Interviews, in denen er kritisierte, dass Ofarim sich weiterhin als Opfer darstelle – besonders nach dessen Sieg 2024 bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!, wo er 400.000 Euro gewann. Trotz des Vergleichs hat Ofarim die 20.000 Euro bis heute nicht überwiesen.
Nun fließen Spenden für W. zusammen. Er plant, die Gelder zwischen den Anti-Hass-Organisationen HateAid und Minilöwen aufzuteilen sowie Zeit mit seiner Familie zu verbringen.
Die Kampagne spiegelt die anhaltende Solidarität mit W. wider, der zunächst als Täter dargestellt, später aber rehabilitiert wurde. Während Ofarims Zahlung weiterhin aussteht, kommen die Spenden W.s ausgewählten Projekten und seiner persönlichen Erholung zugute. Die rechtlichen und finanziellen Aspekte des Falls entwickeln sich weiter.






