10 June 2026, 04:26

SPD und Grüne streiten über 500-Euro-Steuerentlastung für alle Bürger

Steuerreform: Grünen-Vize Audretsch wirft SPD-Chefin Baerbock Chaos vor und fordert gerechte Entlastung

SPD und Grüne streiten über 500-Euro-Steuerentlastung für alle Bürger

Ein Vorschlag für eine jährliche Steuerentlastung von mindestens 500 Euro pro Steuerzahler hat eine Debatte zwischen SPD und Grünen ausgelöst. Arbeitsministerin Bärbel Bas hatte die Idee erstmals in einem aktuellen Auftritt in der TV-Sendung Miosga ins Spiel gebracht. Nun stößt der Vorstoß bei Vertretern der Grünen auf scharfe Kritik.

Bas, die auch stellvertretende SPD-Vorsitzende ist, argumentiert, dass Steuersenkungen mit strukturellen Reformen einhergehen müssten. Sie betonte, dass Superreiche einen faireren Beitrag leisten müssten, um solche Maßnahmen zu finanzieren.

Andreas Audretsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, verurteilte den Vorschlag als unausgegoren. Er warf SPD-Politikern – darunter Friedrich Merz, Lars Klingbeil und Bas – vor, durch die Forderung nach Steuersenkungen ohne klare Finanzierungsquelle für Verwirrung zu sorgen.

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Audretsch kritisierte zudem die allgemeinen Kürzungen der Regierung bei Wohngeld, Alleinerziehenden-Unterstützung und der BAföG-Reform. Der Regierung fehle eine schlüssige Strategie, so Audretsch, der darauf besteht, dass Steuerentlastungen vorrangig Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen zugutekommen sollten. Zudem forderte er eine Senkung der Sozialabgaben, um die finanzielle Belastung der Arbeitnehmer zu verringern.

Der Streit unterstreicht die Spannungen in der Haushaltspolitik innerhalb der Regierungskoalition. Die Grünen lehnen den SPD-Plan zur Steuerentlastung ab, da er Finanzierungslücken nicht schließe und Haushalte in Not nicht ausreichend unterstütze. Bas hingegen hält daran fest, dass höhere Steuern für Wohlhabende die geplanten Entlastungen ausgleichen könnten.

Quelle