Solingen sucht Rettung für seine sterbende Innenstadt – doch fehlt der große Plan?
Antoinette HettnerSolingen sucht Rettung für seine sterbende Innenstadt – doch fehlt der große Plan?
Solingens Innenstadt steht vor ernsten Herausforderungen. Leerstehende Läden, ein begrenztes Warenangebot, wenige Gastronomiemöglichkeiten und fehlende soziale Begegnungsstätten verdeutlichen den Niedergang. Der Verfall schreitet schleichend voran, verschärft durch tiefgreifende wirtschaftliche und soziale Probleme.
Viele Ursachen für den Rückgang liegen außerhalb des Einflussbereichs der Stadt. Die Verlagerung wichtiger Dienstleistungen in größere Städte und der Boom des Online-Handels haben eine zentrale Rolle gespielt. Die lokale Politik hat mit Projekten wie der Glasernen Werkstatt Gegensteuer geben wollen, doch eine umfassende Strategie fehlt bisher.
Walsken setzt sich für einen ganzheitlichen Masterplan für den gesamten Innenstadtring ein. Dieser soll Stadtplanung, soziale Bedürfnisse, Kultur, Klima, Verkehr und Gemeinschaftsförderung abdecken. Besonders wichtig sei ihm die Einbindung der Bürger:innen sowie die Hinzuziehung externer Expertise, um eine tragfähige Vision zu entwickeln.
Um die Innenstadt zu beleben, schlägt Walsken konkrete Maßnahmen vor: eine engere Verzahnung der Glasernen Werkstatt mit lokalen Start-ups, mehr Studentenwohnheimplätze und dezentrale Gesundheitsversorgung. Sein Argument: Nur wenn die Rahmenbedingungen für eine mobile, gut verdienende und moderne Bevölkerung verbessert werden, lasse sich der Abwärtstrend umkehren.
Dabei reicht für Walsken ein Fokus auf die Innenstadt allein nicht aus. Auch angrenzende Gebiete wie die Mangenberger Straße oder das Werwolf-Viertel müssten in die langfristige Entwicklung einbezogen werden. Statt isolierter Einzelprojekte brauche es einen abgestimmten Ansatz für das gesamte Gebiet.
Die Probleme der Innenstadt sind offenkundig: Leerstand und schrumpfende Angebote prägen das Bild. Walskens Vorschläge zielen auf eine breite, inklusive und nachhaltige Strategie ab. Im Mittelpunkt steht ein Plan, der Zentrum und Umfeld gleichermaßen erfasst – und die Bürger:innen aktiv einbindet.
