26 March 2026, 20:32

Sieben Bundesländer fordern Rettungspaket für die kriselnde chemische Industrie Deutschlands

Eine Liniengrafik, die die CO2-Emissionen in Deutschland zeigt, mit begleitendem Erklärtext.

Sieben Bundesländer fordern Rettungspaket für die kriselnde chemische Industrie Deutschlands

Sieben deutsche Bundesländer haben die Bundesregierung aufgefordert, schnell zu handeln, um die angeschlagene chemische Industrie zu unterstützen. Sie kritisieren, dass die aktuelle Chemieagenda 2045 keine praktischen Lösungen bietet, um die wachsenden Belastungen des Sektors zu mildern. Ohne sofortige Maßnahmen drohten weitere Arbeitsplatzverluste und Produktionskürzungen, warnen sie.

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Die Länder fordern umgehende Entlastungen, darunter niedrigere Strom- und Gaspreise für Chemieunternehmen. Zudem verlangen sie eine Aussetzung der Industrieemissionsrichtlinie (IED), bis die EU umfassendere regulatorische Änderungen einführt. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Verlängerung der kostenlosen Zuteilung von Emissionszertifikaten auf dem Niveau von 2025, um die Kosten zu senken.

Planungs- und Genehmigungsverfahren müssten vereinfacht werden, betonen die Länder, damit Unternehmen sich schneller anpassen könnten. Die Chemieagenda brauche konkrete Schritte und keine bloßen Langfristpläne, heißt es. Niedersachsens Wirtschaftsminister Grant Hendrik Tonne warnte, dass Verzögerungen zu massiven Arbeitsplatzverlusten und einem weiteren Rückgang der Produktion führen könnten.

Rund 585.000 Beschäftigte in der deutschen Chemie- und Pharmabranche sind bereits von der Krise betroffen. Große Unternehmen wie BASF, Evonik, Dow und Wacker Chemie haben in den vergangenen Monaten Stellenstreichungen und Produktionskürzungen angekündigt. Die Länder kündigten an, weiter an Lösungen zu arbeiten, drängen die Bundesregierung jedoch zu einem zügigen Handeln.

Die sieben Bundesländer haben deutlich gemacht: Die chemische Industrie braucht schnelle und pragmatische Unterstützung. Ihre Vorschläge umfassen günstigere Energie, eine vorübergehende Aussetzung der Emissionsvorschriften und weniger Bürokratie. Ohne diese Änderungen drohe eine Verschärfung der Krise – mit tausenden weiteren Arbeitsplätzen in Gefahr.

Quelle