Schweinsteigers Worte überschatten Deutschlands knappen Sieg gegen die Elfenbeinküste
Antoinette HettnerSchweinsteigers Worte überschatten Deutschlands knappen Sieg gegen die Elfenbeinküste
Deutschland sicherte sich einen knappen 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste in ihrem Gruppenspiel. Die Partie fand vor dem Hintergrund anhaltender Diskussionen über Äußerungen von Bastian Schweinsteiger zum Spielstil der ivorischen Mannschaft statt.
Die Elfenbeinküste erreichte unter Trainer Emerse Faé nach einem 2:0-Erfolg gegen Curaçao erstmals in ihrer Geschichte die K.-o.-Phase einer Weltmeisterschaft. Im Anschluss an diesen Erfolg kritisierte Faé Schweinsteigers Aussagen als rassistisch.
Schweinsteiger hatte den Fußball der Elfenbeinküste als „etwas afrikanischen Fußball, etwas unorthodox, etwas wild, vielleicht auch nicht ganz so taktisch geprägt“ beschrieben. Später betonte er, er habe niemanden verletzen wollen, und bezeichnete seine Worte als reine fußballerische Analyse.
ARD-Sportchef Axel Balkausky stellte sich hinter Schweinsteiger und erklärte, es handele sich um eine fachliche Einschätzung und nicht um Rassismus. Jürgen Klopp hingegen ging nicht näher auf die Thematik ein und bezeichnete sie als „ernstes Thema“.
Die Debatte um Schweinsteigers Aussagen hat den deutschen Sieg in den Hintergrund gedrängt. Die historische Qualifikation der Elfenbeinküste verleiht der Diskussion zusätzliche Brisanz. Beide Seiten haben ihre Standpunkte dargelegt.
