Schwan auf Gleisen legt Bahnverkehr zwischen Bad Kleinen und Ventilstov lahm
Antoinette HettnerSchwan auf Gleisen legt Bahnverkehr zwischen Bad Kleinen und Ventilstov lahm
Ein Schwan hat auf einer deutschen Bahnstrecke zwischen Bad Kleinen und Ventilstov für Chaos gesorgt, nachdem er sich auf den Gleisen niedergelassen hatte. Der unerwartete Besucher zwang die Behörden, den Personenverkehr einzustellen, was zu Zugausfällen und erheblichen Verspätungen führte.
Der Vorfall begann, als die Deutsche Bahn den Vogel auf den Schienen entdeckte. Mitarbeiter informierten die örtliche Polizei, die die Strecke vorsorglich sperrte. Beamte fanden das Tier unverletzt, aber nicht bereit, den Platz zu räumen.
Nach einer kurzen Pattsituation flog der Schwan schließlich auf, als man sich ihm näherte. Die Deutsche Bahn hob die Sperrungen umgehend auf, sodass der Betrieb wieder aufgenommen werden konnte. Dennoch fielen zwei Züge aus, und es kam zu insgesamt 142 Minuten Verspätung.
Solche Vorfälle sind nicht völlig ungewöhnlich. In den letzten fünf Jahren verzeichnete die Deutsche Bahn jährlich zwischen 1.200 und 1.500 tierbedingte Verspätungen. Obwohl das Unternehmen jährlich Hunderte solcher Fälle meldet, wird keine offizielle Gesamtstatistik veröffentlicht.
Der kurze Auftritt des Schwans sorgte für vorübergehende Reiseprobleme. Mittlerweile ist die Strecke wieder frei, und der Betrieb läuft normal weiter. Der Vorfall reiht sich ein in die wachsende Liste von Begegnungen mit Wildtieren, die das deutsche Schienennetz beeinträchtigen.






