08 June 2026, 14:33

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher in ländlichen Regionen schließen

Smartphone-Empfang via Satellit: Deutsche Anbieter wollen Totzonen auf unterschiedliche Weise füllen

Satelliten sollen Deutschlands Funklöcher in ländlichen Regionen schließen

Deutschlands größte Telekommunikationsunternehmen setzen auf Satelliten, um Funklöcher in ländlichen Regionen zu schließen

Neue Satellitennetze sollen dort Abhilfe schaffen, wo herkömmliche Mobilfunkmasten an ihre Grenzen stoßen. Die Initiative könnte zudem die Notfallkommunikation bei Katastrophen verbessern.

O2 Telefónica arbeitet mit dem europäischen Satellitenunternehmen OQ Technology zusammen, um in Mecklenburg-Vorpommern die Netzabdeckung zu testen. Die Versuche sollen Anfang 2027 starten. Im Gegensatz zu einigen Konkurrenten nutzt OQ standardisierte Mobilfunkfrequenzen – dadurch können herkömmliche Smartphones ohne zusätzliche Hardware eine Verbindung herstellen.

OQ Technology hat bereits eine neue Generation von Satelliten gestartet, die bidirektionale Kommunikation ermöglichen. Bis Ende 2027 plant das Unternehmen, 48 Satelliten in der Umlaufbahn zu haben, die alle 30 Minuten Abdeckung bieten. Eine größere Flotte von 150 Satelliten soll bis 2028 oder 2029 folgen und so einen durchgehenden Dienst für datenintensive Anwendungen ermöglichen.

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Die Deutsche Telekom geht einen anderen Weg und kooperiert mit Starlink. Der satelli­ten­gestützte Mobilfunkdienst soll 2028 an den Start gehen. Vodafone wiederum hat sich mit AST SpaceMobile verbündet, doch ein konkreter Starttermin in Deutschland steht noch aus.

Alle drei Anbieter betonen, dass die Satelliten die bestehenden Netze ergänzen – nicht ersetzen – sollen. Ziel ist es, Funklöcher vollständig zu beseitigen und selbst in den abgelegensten Gebieten ein zuverlässiges Signal zu gewährleisten.

Der Umstieg auf satelli­ten­gestützte Mobilfunknetze könnte die Versorgungslücken in ganz Deutschland beenden. Da mehrere Unternehmen in die Technologie investieren, könnten Nutzer in ländlichen Regionen und Rettungsdienste bald von stabileren Verbindungen profitieren. Tests und schrittweise Einführung werden in den kommenden Jahren weiter vorangetrieben.

Quelle