10 March 2026, 12:31

Salzgitter senkt CO₂-Emissionen mit revolutionärem Lichtbogenofen-Fundament

Eine Baustelle mit einem großen Haufen roter Rohre auf dem Boden, umgeben von Eisenstangen, Steinen und anderen Gegenständen, mit Fahrzeugen, hölzernen Gegenständen und einer Wand im Hintergrund.

Salzgitter senkt CO₂-Emissionen mit revolutionärem Lichtbogenofen-Fundament

Großes Bauprojekt bei Salzgitter reduziert CO₂-Emissionen um über 2.700 Tonnen

Bei den Stahlwerken von Salzgitter hat ein großes Bauvorhaben die CO₂-Emissionen um mehr als 2.700 Metertonnen gesenkt. Der neue Lichtbogenofen des Standorts, Teil des Nachhaltigkeitsprogramms SALCOS, steht nun auf einem innovativen Fundamentsystem. Durch den Einsatz einer Kombination aus tiefen Großbohrpfählen und klimafreundlichem Beton konnten die Bauverantwortlichen sowohl den Materialverbrauch als auch die Umweltbelastung deutlich verringern.

Das Projekt begann mit einer 13 Meter tiefen Aushebung für die Handhabungshalle des Ofens. Statt einer herkömmlichen Betonplatte entschieden sich die Ingenieure für ein weiches Gelfundament, das von 110 Großbohrpfählen mit jeweils 71 Zentimetern Durchmesser gestützt wird. Allein diese Umstellung reduzierte das benötigte Betonvolumen um 71 Prozent.

Weitere Einsparungen ergaben sich durch den Ersatz von Standard-Zement CEM I durch den klinkerarmen CEM III/B bei den Pfählen und den Schlitzwänden. Die 1,5 Meter dicken Konstruktionen, die als dauerhafter Tiefbunker dienen, profitierten ebenfalls von dieser umweltfreundlicheren Mischung. Zusammen führten diese Maßnahmen zu einer Verringerung der Treibhausgasemissionen um 441 Metertonnen – was einer Reduktion um 58 Prozent entspricht.

Das Bauunternehmen Porr verfeinerte die Pläne während der Umsetzung kontinuierlich, um die Nachhaltigkeit zu maximieren. Der Ofen selbst wird später eine Schlüsselrolle bei der Emissionssenkung spielen, indem er beim Einschmelzen von Schrottstahl flexibel zwischen Energiequellen wechselt.

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Das optimierte Fundament und die klimafreundlichen Materialien setzen neue Maßstäbe für den Industriebau. Die gesamten CO₂-Einsparungen belaufen sich auf etwa 2.740 Metertonnen – ein Beweis dafür, dass auch Großprojekte ihren ökologischen Fußabdruck deutlich verringern können. Besonders das Großbohrpfahl-System bietet eine ressourcenschonende Alternative für zukünftige Bauvorhaben.

Quelle