08 June 2026, 06:22

Rheinmetall verkauft zivile Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall verkauft zivile Sparte, um sich auf Verteidigung zu konzentrieren

Rheinmetall verkauft zivile Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA

Rheinmetall hat sich darauf geeinigt, seine zivile Sparte Power Systems an die Beteiligungsgesellschaft AEQUITA für vorläufig 350 Millionen Euro zu verkaufen. Der Deal markiert einen bedeutenden Strategiewechsel, da sich das Unternehmen künftig auf die Produktion von Militärtechnik konzentrieren will. Beide Seiten bezeichnen die Vereinbarung als einen Meilenstein für ihre Unternehmen.

Die verkaufte Sparte erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro und beschäftigte etwa 6.250 Mitarbeiter. AEQUITA übernimmt die Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice und wird diese als eigenständiges Unternehmen weiterführen. Rheinmetall behält hingegen drei deutsche Standorte unter dem Joint Venture KS Huayu AluTech.

Das spanische Werk von Pierburg S.A. in Abadiano wird vorerst weiterhin zivile Produkte fertigen, soll jedoch bis zum Abschluss der Umstellung komplett auf militärische Produktion umstellen. Dermalog SensorTec, ein weiterer Teil des Deals, wird in die Rheinmetall-Sparte Waffe und Munition integriert und bleibt am Standort Neuss ansässig.

Der Verkauf folgt auf Rheinmetalls vorherige Veräußerungen seiner Groß- und Kleinserien-Kolbenfertigung in den Jahren 2023 und 2024. Mit diesem jüngsten Schritt beschleunigt das Unternehmen seine Neuausrichtung auf den Verteidigungs- und Militärsektor. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der regulatorischen Genehmigung und finaler Anpassungen; der Abschluss wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.

Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von AEQUITA, erklärte, die Übernahme werde den Umsatz des Automobilsegments seines Unternehmens auf nahezu fünf Milliarden Euro steigern. Rheinmetall-Chef Armin Papperger bezeichnete den Deal als „historischen Meilenstein“ für das Unternehmen.

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Nach der Finalisierung wird der Verkauf die geschäftliche Ausrichtung Rheinmetalls neu prägen und gleichzeitig AEQUITAs Automobilaktivitäten ausbauen. Der Abschluss des Deals hängt von der kartellrechtlichen Freigabe ab, wobei das vierte Quartal 2026 als Zieltermin feststeht. Beide Unternehmen haben klare Pläne für die Übergabe der Vermögenswerte und der Belegschaft vorgelegt.

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