Revolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und präziser machen
Birte SchülerRevolutionäres Laserschweißen soll Schiffbau effizienter und präziser machen
Forscherinnen und Forscher des Laser Zentrums Hannover (LZH) entwickeln ein neues Schweißverfahren für dicke Metallplatten im Schiffbau. Ziel des Projekts ist es, die Effizienz und Qualität automatisierter Schweißprozesse zu verbessern. Es ist Teil einer größeren Initiative der Bundesregierung zur Modernisierung der maritimen Fertigung.
Das Team arbeitet an einer Mehrstrahl-Laserschweißtechnik, die für Metallstärken von bis zu 30 Millimetern ausgelegt ist. Durch maßgeschneiderte Strahlformung sollen in einem einzigen Durchgang hochwertige, rissfreie Schweißnähte entstehen. Dieser Ansatz könnte die Anzahl der Schweißlagen verringern, die Produktionszeit verkürzen und den Bedarf an Zusatzwerkstoffen reduzieren.
Parallel zum Schweißverfahren entwickelt das LZH ein digitales Zwillingssystem für die Echtzeit-Qualitätskontrolle. Die Technologie überwacht die Schweißvorgänge, erkennt Fehler frühzeitig und hilft, Mängel im automatisierten Schiffbau zu minimieren. Beide Innovationen sind für den künftigen Einsatz in industriellen Werften vorgesehen.
Die Forschung ist Teil des Projekts DIGIMAR, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz gefördert wird. Ziel ist es, diese Fortschritte in bestehende Produktionslinien der maritimen Branche zu integrieren.
Bei Erfolg könnten das neue Schweißverfahren und das digitale Zwillingssystem die Schiffbauprozesse deutlich effizienter gestalten. Die Technologie verspricht schnellere Produktion, weniger Materialverschwendung und eine höhere Zuverlässigkeit der Schweißverbindungen. Die Projektergebnisse könnten bald in industriellen Betrieben der maritimen Industrie Anwendung finden.






