19 April 2026, 14:35

Renk sichert Milliardenauftrag für Puma-Panzer – doch die Aktie bleibt unter Druck

A book cover featuring a detailed technical drawing of a gearbox with labeled components including gears, pistons, and other mechanical parts.

Renk sichert Milliardenauftrag für Puma-Panzer – doch die Aktie bleibt unter Druck

Renk, ein auf Antriebssysteme spezialisiertes Unternehmen mit Sitz in Augsburg, hat einen Großauftrag zur Lieferung von Getrieben für die Puma-Schützenpanzer der Bundeswehr erhalten. Der Deal erweitert die bestehende Bestellung des Konzerns und erhöht die Gesamtzahl auf 213 Einheiten, die zwischen Mitte 2027 und Ende 2030 ausgeliefert werden sollen. Trotz der positiven Nachricht setzt sich der Kursrückgang der Aktie in den letzten Handelssitzungen fort.

Der neue Auftrag umfasst 188 HSWL-256-Getriebe, deren Auslieferung Anfang 2026 beginnen soll. Zudem wird die Renk-Tochter Horstman Group passende hydropneumatische Federungssysteme für die Fahrzeuge liefern. Der aktuelle Vertrag ergänzt eine frühere Vereinbarung und erhöht die Gesamtzahl der Getriebe für die Bundeswehr auf 213.

Zum Jahresende 2025 verzeichnete Renk einen Rekordauftragsbestand von 6,68 Milliarden Euro. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen einen Umsatz von über 1,5 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Betriebsergebnis (EBIT) von 255 bis 285 Millionen Euro. Allerdings entfallen rund 200 Millionen Euro dieses Umsatzes auf Aufträge, die aus dem Vorjahr verschoben wurden und in der ersten Jahreshälfte 2026 abgearbeitet werden müssen.

Trotz des starken Auftragsbestands reagiert der Markt verhalten. Anleger konzentrieren sich offenbar stärker auf technische Schwächen in der Aktienperformance als auf die neuen Verträge. Am Freitag gab der Renk-Kurs um 3,12 Prozent auf 47,12 Euro nach und setzte damit den 30-tägigen Abwärtstrend fort. Zudem fiel die Aktie unter wichtige Unterstützungswerte und entfernte sich weiter von ihrem 50-Tage-Durchschnitt.

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Der jüngste Auftrag festigt Renks Position als zentraler Zulieferer für Komponenten militärischer Fahrzeuge. Die Lieferungen erstrecken sich von Anfang 2026 bis Ende 2030 und stützen damit die finanzielle Perspektive des Unternehmens. Gleichzeitig spiegelt der Kursrückgang die anhaltende Marktskepsis wider – trotz wachsendem Auftragsbestand und optimistischen Umsatzprognosen.

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