08 February 2026, 18:58

Rekordschulden: Kommunen im Braunschweiger Land kämpfen mit 121,8 Millionen Euro offener Forderungen

Ein Schwarz-Weiß-Foto einer Stadt mit Schutt, einschließlich Bäumen, Pfählen und Gebäuden, mit Text unten.

Rekordschulden: Kommunen im Braunschweiger Land kämpfen mit 121,8 Millionen Euro offener Forderungen

Kommunen in der Region Braunschweig kämpfen mit Rekordstand an ausstehenden Forderungen

Die Kommunen im Braunschweiger Land sehen sich einer wachsenden finanziellen Belastung gegenüber, da unbeglichene Forderungen einen neuen Höchststand erreicht haben. Die Gesamtverschuldung beläuft sich mittlerweile auf 121,8 Millionen Euro, wobei Gewerbesteuerrückstände und Kosten für Sozialleistungen den größten Anteil ausmachen. Mehrere Städte verzeichnen einen deutlichen Anstieg überfälliger Zahlungen, was die Haushalte zusätzlich unter Druck setzt.

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An der Spitze steht Braunschweig mit ausstehenden Forderungen in Höhe von 86,7 Millionen Euro. Ein beträchtlicher Teil entfällt auf öffentlich-rechtliche Ansprüche, darunter Sozialleistungen und rückständige Gewerbesteuern. Auch Vorschüsse nach dem Unterhaltsvorschussgesetz (UVG) tragen zu der hohen Summe bei.

Es folgt Salzgitter mit 19,4 Millionen Euro an offenen Forderungen, wobei hier ebenfalls überfällige Gewerbesteuern den größten Posten bilden. In Wolfenbüttel sind die ausstehenden Zahlungen auf über 6,9 Millionen Euro angestiegen – 62,2 Prozent davon entfallen auf Steuerschulden.

Goslar verzeichnet Forderungen von mehr als 3,7 Millionen Euro, vor allem durch rückständige Gewerbesteuern und grundsteuerliche Abgaben. Auch Peine hat mit 4,9 Millionen Euro an offenen Zahlungen zu kämpfen, wovon allein 2,8 Millionen Euro auf ausstehende Gewerbesteuern entfallen.

Vergleichsdaten zu anderen Kommunen in Niedersachsen oder zur Entwicklung der letzten fünf Jahre lagen nicht vor.

Die steigenden Schulden belasten die ohnehin knappen Haushalte der lokalen Behörden zusätzlich. Die Kommunen stehen nun vor der Herausforderung, diese Fehlbeträge auszugleichen, ohne dabei die Versorgung mit essenziellen Leistungen zu gefährden. Die Zahlen unterstreichen die anhaltenden Schwierigkeiten bei der Eintreibung offener Forderungen in der Region.