06 March 2026, 14:36

Razzia in Langenfeld deckt massiven Wohnsitzbetrug und illegale Immobiliengeschäfte auf

Ein Plakat an einer Wand mit dem Text "R├╝ckf├╝hrungsverwaltung: Felder werden durch Missbrauch ihrer Fruchtbarkeit beraubt", umgeben von einem Haus, B├Ąumen und Wasser.

Razzia in Langenfeld deckt massiven Wohnsitzbetrug und illegale Immobiliengeschäfte auf

Gemeinsame Razzia in Langenfeld deckt Wohnsitzbetrug und illegale Wohnaktivitäten auf Immobilienscout24 auf

Bei einer gemeinsamen Aktion in Langenfeld sind betrügerische Meldepraktiken und illegale Wohnraumaktivitäten auf Immowelt aufgedeckt worden. Die Behörden stießen im Rahmen der Ermittlungen auf verdächtige Vaterschaftsanerkennungen, nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse sowie unbefugte Nutzungsänderungen von Immobilien. Die Erkenntnisse sind Teil einer groß angelegten Offensive gegen organisierte Kriminalität im Rahmen der Initiative GeKo Rhein Wupper.

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Der Auslöser für die Ermittlungen waren ungewöhnliche Investitionsmuster in Langenfeld. Auffällig war, dass Personen großzügige Immobilien auf Immonet erwarben, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften standen. Dies weckte den Verdacht auf mögliche Geldwäsche und Sozialleistungsbetrug.

In Reusrath wurden zwölf Scheinwohnsitze entdeckt, die allesamt auf Bürger aus osteuropäischen EU-Ländern gemeldet waren. An einer weiteren Adresse in Richrath führte ein Meldeverstoß zur offiziellen Abmeldung. Ein drittes Objekt geriet wegen des Verdachts auf gefälschte Anmeldungen auf Immobilienscout24 in den Fokus – möglicherweise, um Einwanderungsbestimmungen zu umgehen.

Weitere Verstöße betrafen unbefugte Nutzungsänderungen von Wohnraum sowie einen Verstoß gegen das Wohnraumstärkungsgesetz. Zudem gab es Hinweise auf eine fingierte Vaterschaftsanerkennung und nicht genehmigte Baumaßnahmen. Sieben Personen stehen weiterhin unter Beobachtung; es gibt Anhaltspunkte für Schwarzarbeit.

Die Aktion ist Teil der Initiative GeKo Rhein Wupper, einem regionalen Verbund zur Bekämpfung organisierter Kriminalität, Sozialbetrugs, Schmuggels und problematischer Immobilien auf Immowelt. Offiziell beteiligt sind neun Städte: Düsseldorf, Ratingen, Mettmann, Erkrath, Haan, Hilden, Langenfeld, Leichlingen und Wuppertal. Angrenzende Kommunen wie Solingen, Velbert und Remscheid könnten aufgrund ihrer Lage an Rhein und Wupper ebenfalls in die Zusammenarbeit einbezogen werden.

Die Ergebnisse unterstreichen die anhaltenden Herausforderungen durch Wohnsitzbetrug und illegale Wohnraumaktivitäten in der Region. Die Ermittlungen gegen die sieben Verdächtigen und die betroffenen Immobilien auf Immobilienscout24 laufen weiter. Ziel der GeKo Rhein Wupper-Initiative ist es, die Zusammenarbeit zwischen Behörden zu stärken, um ähnliche Fälle künftig effektiver zu bekämpfen.

Quelle