04 May 2026, 18:39

RAPK nach 1.-Mai-Konflikt: Wie Kreuzbergs Rap-Trio Protest und Kultur neu denkt

Eine Gruppe von Menschen marschiert durch eine Straße, einige halten Protestschilder und andere fahren Fahrräder, mit einem historischen Gebäude mit gewölbigen Fenstern, Pfeilern und Wandskulpturen im Hintergrund.

RAPK nach 1.-Mai-Konflikt: Wie Kreuzbergs Rap-Trio Protest und Kultur neu denkt

Das Berliner Rap-Trio RAPK aus Kreuzberg nutzt seit langem Musik, um die Kämpfe und den Geist ihres Kiezes widerzuspiegeln. Doch ihr traditionelles Solidaritätskonzert am 1. Mai geriet in diesem Jahr in Konflikt mit der revolutionären Maidemonstration – mit Folgen für den Demonstrationsverlauf. Die Gruppe hat sich inzwischen zu dem Vorfall geäußert und Veränderungen für künftige Events angekündigt.

RAPK besteht aus Victor, Tariq und Gustav, die alle in Kreuzberg aufgewachsen sind. Ihre Musik verbindet den Alltag im Viertel mit scharfer Gesellschaftskritik und setzt sich mit Themen wie Drogensucht, rassistischer Polizeikontrolle und Gentrifizierung auseinander. Für sie waren Protest und Kultur schon immer untrennbar – geprägt durch ihre Sozialisation und ihren künstlerischen Ausdruck.

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Ihr Konzert am 1. Mai 2023, das nach dem offiziellen Ende des Myfest stattfand, blockierte versehentlich die Route der Demonstration. Um die Situation zu entschärfen, rief die Band über die Beschallungsanlage zur Räumung des Weges auf und veröffentlichte eine entsprechende Aufforderung auf Instagram. Dennoch kam es zu Verzögerungen beim Demonstrationszug.

Im Nachhinein bedauerten die drei Musiker die Behinderung und entschuldigten sich bei den Betroffenen. Um solche Konflikte künftig zu vermeiden, wollen sie sicherstellen, dass ihre Konzerte räumlich getrennt von den Kundgebungen stattfinden.

Für RAPK ist Musik ein Werkzeug, um Protest zu verstärken – nicht zu ersetzen. Sie sind überzeugt, dass Kunst und Aktivismus sich gegenseitig befruchten können, und bleiben sowohl ihrem Kiez als auch seinen Anliegen verbunden.

Das jährliche Konzert wird es auch weiterhin geben, allerdings mit Anpassungen, um Überschneidungen mit Demonstrationen zu vermeiden. Ihr Fokus bleibt darauf gerichtet, Kultur und Aktivismus zu verbinden und Kreuzbergs Stimme hörbar zu halten. Künftige Veranstaltungen sollen durch bessere Abstimmung dafür sorgen, dass Protest und Feier nebeneinander Platz finden.

Quelle