Quantencomputing-Durchbruch: Braunschweig forscht mit Japan an effizienteren Qubits

Silvester Seip
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Ein Allen & Heath QU-2400 Digitaler Mischer mit zahlreichen Tasten und einem Bildschirm, der auf einem Tisch steht, mit ein paar unbestimmten Gegenständen im Hintergrund.Silvester Seip

Quantencomputing-Durchbruch: Braunschweig forscht mit Japan an effizienteren Qubits

Eintracht Braunschweig und Japan starten Forschungszusammenarbeit für Quantencomputing

Eine neue Forschungspartnerschaft zwischen Eintracht Braunschweig und Japan soll die Quantencomputertechnologie vorantreiben. An der Kooperation sind die Technische Universität Braunschweig und die Keio-Universität beteiligt, die sich auf die Verbesserung von Qubit-Steuersystemen konzentrieren. Ziel ist es, Quantencomputer kompakter, effizienter und bei niedrigeren Temperaturen betreibbar zu machen.

Das Institut für CMOS-Design der TU Braunschweig und das Ishikuro-Labor der Keio-Universität haben eine Absichtserklärung unterzeichnet. Die Vereinbarung verbindet deutsche Expertise in Hochfrequenzschaltungen mit japanischem Know-how in energieeffizienten Analog- und Mixed-Signal-Designs. Gemeinsam wollen sie spezielle Chips entwickeln, um Qubits präziser zu steuern.

Als erster Schritt der Zusammenarbeit ist ein sechsmonatiges Austauschprogramm geplant: Ein japanischer Doktorand wird seine Forschung an der TU Braunschweig aufnehmen, gefolgt von einem deutschen Wissenschaftler, der nach Japan reist. Die Finanzierung durch ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) ermöglicht in den nächsten zwei Jahren weitere Studierendenaustausche und gemeinsame Lehrveranstaltungen.

Eine der größten Herausforderungen im Quantencomputing ist die Stabilität der Qubits, die derzeit Temperaturen von bis zu 4 Kelvin (–269 °C) erfordert. Das Team will dies durch optimierte Steuersysteme lösen. Die Arbeit fließt auch in das Projekt Quantum Valley Lower Saxony (QVLS) ein, einen Quantencomputer, der bis 2025 fertiggestellt werden soll.

In Europa gibt es bereits mehrere Quantencomputer auf Basis von Ionenfallen, darunter ein 20-Qubit-System am Leibniz-Rechenzentrum in München und das PINE-System des Unternehmens AQT in Österreich. Weitere Anlagen im Rahmen der EuroHPC-Initiative sind in Polen und Tschechien in Betrieb. Zudem bietet IonQ cloudbasierten Zugang zu seinen Quantencomputern an.

Die Zusammenarbeit zwischen der TU Braunschweig und der Keio-Universität zielt auf kompaktere und kühlere Quantensysteme ab. Die Forschung wird den QVLS-Quantencomputer unterstützen, dessen Fertigstellung für 2025 geplant ist. Mit laufenden Austauschprogrammen und gemeinsamen Projekten will die Partnerschaft die Qubit-Steuerungstechnologie in den kommenden Jahren entscheidend voranbringen.

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