06 June 2026, 14:24

Potsdam stoppt Smart Glasses in Schwimmbädern – Berlin bleibt zurückhaltend

Berliner Bäder: Kein zusätzliches Verbot für Smartgläser geplant

Potsdam stoppt Smart Glasses in Schwimmbädern – Berlin bleibt zurückhaltend

Potsdam verbietet Smart Glasses in allen öffentlichen Schwimmbädern

Potsdam hat die Nutzung von Smart Glasses in sämtlichen öffentlichen Schwimmbädern untersagt, um heimliche Aufnahmen zu verhindern. Die Maßnahme erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Bedenken hinsichtlich Verletzungen der Privatsphäre, insbesondere bei jungen Frauen. Berlin hat sich trotz ähnlicher Sorgen gegen ein solches Verbot entschieden.

Die Entscheidung in Potsdam fiel nach einer Aktualisierung der örtlichen Badeordnungen durch die Stadtverordneten. Das bestehende Verbot von Foto- und Videoaufnahmen wurde dabei auf Smart Glasses und andere tragbare Geräte ausgeweitet. Mitarbeiter und Rettungsschwimmer sollen die neuen Regeln in Freibädern durchsetzen.

Berichten zufolge nutzen Männer zunehmend Smart Glasses, um Frauen ohne deren Zustimmung zu filmen. Die Aufnahmen werden häufig unter bestimmten Hashtags in sozialen Medien verbreitet. Potsdams Verbot ist eine präventive Maßnahme – in Berlins Bädern sind bisher keine Vorfälle mit Smart Glasses bekannt geworden.

Berlin verbietet bereits das Fotografieren und Filmen anderer Personen in öffentlichen Schwimmbädern. Anders als Potsdam plant die Hauptstadt jedoch kein separates Verbot für Smart Glasses. Die Behörden halten die bestehenden Regelungen für ausreichend, um Datenschutzrisiken zu begegnen.

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Potsdams Verbot zielt auf Geräte ab, die diskret Aufnahmen ermöglichen, und soll Missbrauch von vornherein unterbinden. Berlin setzt weiterhin auf die geltenden Vorschriften. Beide Städte überwachen die Badebereiche, um die Einhaltung der Privatsphäre-Schutzmaßnahmen sicherzustellen.

Quelle