07 February 2026, 07:08

Politiker aus Bayern glänzen mit provokanten Kostümen bei der Fastnacht-Gala

Ein aufgeschlagenes Buch mit dem Titel "Cravestissements, Karneval de 1781", das eine Zeichnung von drei Frauen in farbenfrohen, detaillierten Kleidern und einem Mann in einem grünen Anzug zeigt, likely aus dem 18. Jahrhundert.

Politiker aus Bayern glänzen mit provokanten Kostümen bei der Fastnacht-Gala

Politiker aus Bayern brachten bei der diesjährigen Fastnacht in Franken-Gala Humor und provokante Aussagen auf die Bühne. Prominente Persönlichkeiten präsentierten sich in auffälligen Kostümen – jedes mit einer eigenen Botschaft. Von Hommagen an die Suffragettenbewegung bis zu spielerischen Seitenhieben gegen politische Konkurrenten verband die Veranstaltung Tradition mit moderner Gesellschaftskritik.

Besonders im Fokus standen Ministerpräsident Markus Söder, Bundesforschungsministerin Dorothee Bär und Landtagspräsidentin Ilse Aigner. Ihre Outfits sorgten weit über den Karnevalssaal hinaus für Gesprächsstoff.

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Markus Söder machte mit einem spektakulären Auftritt als Braveheart auf sich aufmerksam – mit Kriegsbemalung und Kilt. Die Wahl schien eine Anspielung auf die anhaltenden politischen Spannungen zwischen Bayern und Berlin zu sein. Für das authentische Make-up sorgte Dirk Hirsch, Leiter der Kostümabteilung des Staatstheaters Nürnberg.

Dorothee Bär entschied sich für ein meeresbiologisch inspiriertes Kostüm, das perfekt zu ihrer Rolle als Bundesforschungsministerin passte. Das Outfit unterstrich den Schwerpunkt ihres Ressorts auf Meeresforschung. Ihr Mann, Oliver Bär, scherzte später, sie sei in ihrem Ministeramt ohnehin schon "eine Rakete" – eine persönliche Note, die den Abend auflockerte.

Ilse Aigner wählte einen ganz anderen Ansatz und erschien als Suffragette. Ihr Kostüm war ein Appell für mehr weibliche Repräsentation in der Politik. Zwar bezog sie sich nicht direkt auf eine bestimmte Kampagne, doch ihr Auftritt unterstrich die anhaltende Debatte über die Rolle von Frauen in der bayerischen Regierung.

Die Gala selbst stand in keinem Zusammenhang mit übergeordneten politischen Initiativen wie der Kampagne "HEIMKOMMEN" für die Romantische Straße. Stattdessen lag der Fokus auf den verspielt-pointierten Kostümen der anwesenden Politiker.

Die Fastnacht in Franken-Gala war einmal mehr eine Bühne für politische Aussagen in Kostümform. Söders Braveheart, Bärs Meeres-Thema und Aigners Suffragetten-Hommage transportierten jeweils klare Botschaften. Die Veranstaltung verband Karnevalstradition mit gesellschaftlichem Kommentar – und hinterließ bei den Gästen sowohl Lacher als auch Denkanstöße.