"POLDI" zeigt Lukas Podolski wie nie zuvor – jenseits des Fußballs
Antoinette Hettner"POLDI" zeigt Lukas Podolski wie nie zuvor – jenseits des Fußballs
Netflix hat POLDI veröffentlicht, einen 90-minütigen Dokumentarfilm über den ehemaligen deutschen Nationalstürmer Lukas Podolski. Der Film rückt die üblichen Fußballerfolge in den Hintergrund und widmet sich stattdessen seinem Privatleben, den familiären Bindungen und seiner Persönlichkeit abseits des Platzes. Podolski selbst gibt früh den Ton vor und betont, dass ihn Geschichten mehr interessieren, die das private Leben eines Spielers zeigen – und nicht nur seine Karriere.
Die Dokumentation beginnt mit Podolskis bescheidenen Anfängen und zeichnet seinen Weg vom Jungtalent zum Weltmeister nach. Trotz seines Ruhmes wird seine enge Verbindung zu Eltern und Geschwistern hervorgehoben – das Bild eines bodenständigen Familienmenschen entsteht. Doch der Fußball bleibt seine oberste Priorität, selbst über seine Lieben gestellt.
Ein zentrales Thema ist auch sein Hadern mit dem Gedanken an das Karriereende. Aktuell spielt Podolski für Górnik Zabrze in der polnischen Ekstraklasa und gibt offen zu, sich ein Leben ohne Fußball nur schwer vorstellen zu können. Der Film zeigt seine Zweifel, bewahrt dabei aber durchgehend einen leichten, unterhaltsamen Ton.
Abseits des Rasens beleuchtet POLDI seine unternehmerischen Aktivitäten und seine entspannte Lebensphilosophie, die sich in seinem Kölner Spruch „Et kütt, wie et kütt“ – sinngemäß „Es wird schon irgendwie werden“ – zusammenfassen lässt. Anders als viele Sportdokus verzichtet der Film auf übertriebene Lobeshymnen und bietet stattdessen einen ehrlichen und unterhaltsamen Blick auf seinen Protagonisten.
Die Dokumentation gewährt Fans einen seltenen Einblick in Podolskis Welt jenseits des Fußballs: von seinen familiären Wurzeln über berufliche Unsicherheiten bis hin zu seiner gelassenen Lebenseinstellung. Mit einer Mischung aus Humor und Aufrichtigkeit hebt sich POLDI als persönlicher und erfrischender Dokumentarfilm ab.






