Pflegeversicherung: Finanzloch von 7,5 Milliarden Euro übertrifft alle Prognosen
Goran BolnbachPflegeversicherung: Finanzloch von 7,5 Milliarden Euro übertrifft alle Prognosen
Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland steht vor einem deutlich größeren Finanzloch als erwartet. Neue Zahlen zeigen, dass die Lücke im Jahr 2023 bei 7,5 Milliarden Euro liegt – deutlich über den früheren Schätzungen. Die aktualisierten Daten unterstreichen den wachsenden Druck auf die Finanzierung der Pflege im Land.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hatte das Defizit für dieses Jahr zunächst auf 6 Milliarden Euro beziffert. Doch überarbeitete Berechnungen offenbaren nun ein Minus von 7,5 Milliarden Euro. Die Abweichung deutet auf eine sich verschärfende finanzielle Belastung des Systems hin.
Die Prognosen für 2028 zeichnen ein noch düsteres Bild: Bis dahin könnte das Defizit die Marke von 15 Milliarden Euro überschreiten. Die steigenden Kosten der Langzeitpflege übertreffen weiterhin das Wachstum der Einnahmen.
Die neuen Zahlen bedeuten, dass die Politik eine um 1,5 Milliarden Euro größere Lücke als geplant für 2023 schließen muss. Ohne Gegenmaßnahmen wird sich das finanzielle Ungleichgewicht des Systems weiter verschärfen. Bis 2028 könnte sich das Defizit im Vergleich zu heute mehr als verdoppeln.






