17 April 2026, 06:37

PETA enthüllt brutale Elefantentrainings im Wuppertaler Zoo – und die Stadt schweigt

Ein einzelner Elefant an einem unbekannten Ort.

PETA enthüllt brutale Elefantentrainings im Wuppertaler Zoo – und die Stadt schweigt

Die Tierrechtsorganisation PETA wirft dem Wuppertaler Zoo vor, seine afrikanischen Elefanten misshandelt zu haben. Verdeckte Videoaufnahmen aus dem Jahr 2018 zeigen, wie Pfleger gewaltsame Methoden anwenden, um die Tiere zu Kunststücken zu zwingen und für Fotos in Pose zu bringen. Trotz der Vorwürfe an die Stadtverwaltung behauptet PETA, dass bisher keine Maßnahmen ergriffen wurden.

Die Aufnahmen, die zwischen Mai und Juli 2018 entstanden, dokumentieren, wie Pfleger die Elefanten während des Trainings und bei Waschvorgängen mit einem Elefantenspieß (Bullhook) anstechen. In einer Szene wird ein Elefant gezwungen, einen Besucher auf seinem Rücken reiten zu lassen, in einer anderen zieht ein Pfleger an den Stoßzähnen des Tieres. Die Biologin von PETA, Dr. Yvonne Würz, verurteilte diese Behandlung scharf und bezeichnete die Elefanten als "lebende Fotorequisiten" und "Sportgeräte" für die Unterhaltung der Öffentlichkeit.

Der Zoo steht bereits seit Längerem in der Kritik, diese Praktiken fortzuführen – trotz rückläufiger Besucherzahlen. Sonderveranstaltungen mit Elefanten sollen zwar zusätzliche Einnahmen generieren, doch PETA argumentiert, dass eine solche Ausbeutung den Tieren schadet. Die Organisation weist darauf hin, dass selbst der Elefantenjungbulle Tuffi bereits unter psychischem Stress durch die Trainingsmethoden leidet.

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PETA lehnt die Haltung von Elefanten in Zoos grundsätzlich ab und betont, dass keine Form der Gefangenschaft ihren komplexen Bedürfnissen gerecht werden könne. Die Organisation fordert nun ein sofortiges Ende der Ausbeutung der afrikanischen Elefanten im Wuppertaler Zoo. Zudem plädiert sie für den Umstieg auf "Protected Contact" – ein sichereres System, bei dem Pfleger und Tiere durch Barrieren voneinander getrennt sind, um Misshandlungen zu verhindern.

Frühere Versuche, das Problem anzugehen, scheiterten: PETA informierte Oberbürgermeister Andreas Mucke und Fraktionen des Stadtrats, erhielt jedoch von keiner der beiden Seiten eine Antwort.

Die Vorwürfe setzen den Wuppertaler Zoo und die lokalen Behörden unter Druck, ihre Richtlinien zur Elefantenhaltung zu überprüfen. PETAs Forderung nach "Protected Contact" zielt darauf ab, die Sicherheit sowohl für die Tiere als auch für das Personal zu verbessern. Ohne Eingreifen, warnt die Organisation, würden die Elefanten weiterhin unter den schädlichen Trainingsmethoden leiden.

Quelle