17 March 2026, 10:30

NRW-Polizei jagt Influencer mit gefährlichen Autostunts und illegalen Rennen

Ein Rennwagen auf einer Rennstrecke mit einem Polizeiwagen im Hintergrund, umgeben von Gras, Pflanzen, Bäumen und einem Zaun, mit einem Fahrzeug auf der rechten Seite und Text unten.

Tuner-Szene: NRW-Polizei zielt auf 'Entertainer' - NRW-Polizei jagt Influencer mit gefährlichen Autostunts und illegalen Rennen

Polizei in Nordrhein-Westfalen geht hart gegen Influencer vor, die gefährliche Autostunts filmen und online stellen

Mit einer neuen Strategie will die Polizei im bevölkerungsreichsten Bundesland illegale Straßenrennen und nicht genehmigte Autotreffen unterbinden, die oft große Menschenmengen anziehen, nachdem Videos in sozialen Medien viral gehen.

Der Einsatzplan sieht groß angelegte Polizeimaßnahmen bei unangemeldeten Tuning- oder Rennveranstaltungen vor. Die Behörden überwachen nun gezielt Online-Kanäle, über die Influencer solche Treffen ankündigen, um frühzeitig von geplanten Events zu erfahren. So können Beamte Teilnehmer bereits auf dem Weg zum Veranstaltungsort abfangen.

Zur Beweissicherung und Einschätzung des Ausmaßes illegaler Versammlungen kommen gegebenenfalls Hubschrauber oder Drohnen zum Einsatz. Zudem können die Behörden Influencern offizielle Verwarnungen aussprechen oder ihnen per Ordnungsrecht den Zutritt zu bestimmten Gebieten untersagen.

Um Umgehungsversuchen vorzubeugen, arbeiten die nordrhein-westfälischen Behörden eng mit Polizeikräften in Nachbarländern zusammen. Dieser grenzüberschreitende Ansatz soll verhindern, dass Teilnehmer in andere Zuständigkeitsbereiche fliehen, um Strafen zu entgehen.

Offizielle Statistiken darüber, wie viele Influencer in den vergangenen zwei Jahren öffentlich mit illegalen Rennen in Verbindung gebracht wurden, gibt es nicht. Vorfälle werden in der Regel einzeln gemeldet, statt in einer zentralen Datenerfassung erfasst zu werden.

Ziel der Maßnahmen ist es, illegale Treffen bereits im Vorfeld zu unterbinden und Influencer für ihr gefährliches Verhalten zur Verantwortung zu ziehen. Durch den Einsatz von Luftüberwachung und internationaler Zusammenarbeit soll das Risiko, das von solchen Events ausgeht, deutlich verringert werden.

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