26 February 2026, 05:47

Nordhorn fehlen 300 Kita-Plätze – Stadt sucht dringend Lösungen für Familien

Ein Plakat mit der Aufschrift "Brauchen die Armen die Hilfe ihrer Kinder?" und begleitenden Bildern.

Nordhorn fehlen 300 Kita-Plätze – Stadt sucht dringend Lösungen für Familien

Nordhorn kämpft mit wachsendem Bedarf an Kita-Plätzen – 300 Betreuungsstellen fehlen

In Nordhorn steigt die Nachfrage nach Krippenplätzen weiter an, aktuell fehlen rund 300 Betreuungsmöglichkeiten. Die angespannte Situation schränkt zudem die Verfügbarkeit für ältere Kinder in regulären Kindergartengruppen ein. Die Stadtverwaltung arbeitet seit Jahren daran, das Angebot auszubauen, und bereitet nun weitere Maßnahmen vor, um die Engpässe zu beheben.

In den vergangenen fünf Jahren hat Nordhorn die Kapazitäten für unter Dreijährige bereits verdoppelt und 180 neue Kita-Plätze geschaffen. Seit 2013 entstanden rund 250 zusätzliche Betreuungsplätze, etwa durch Erweiterungen wie die Regenbogen-Kita (80 Plätze, 2018), die Tagesstätte Sonnenschein (70 Plätze, 2021) und das Projekt Kleiner Weltentdecker (60 Plätze, 2024). Die Versorgungsquote für Drei- bis Sechsjährige liegt stabil bei etwa 95 Prozent.

Der Stadtrat hat zwei neue Vorhaben beschlossen: die Erweiterung der St.-Marien-Kita um eine weitere Krippengruppe sowie den Neubau einer Tagesstätte auf dem Diekmann-Hof. Zudem ermöglichen flexible Einschulungsregeln, dass Kinder, die zwischen Juni und September geboren sind, auf Wunsch der Eltern ein weiteres Jahr in der Kita bleiben können.

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Um kurzfristig Entlastung zu schaffen, sucht die Verwaltung nach geeigneten Gebäuden, die bis Ende 2018 oder Anfang 2019 umgenutzt werden können. In Kooperation mit der GEWO könnte ein bestehendes Objekt zu einer Kita mit 15 Krippen- und 25 Kindergartenplätzen umgebaut und bereits im Januar 2019 eröffnet werden. Ein weiteres kurzfristiges Ziel ist die Schaffung von 30 bis 40 neuen Plätzen bis August 2018.

Langfristig hängt der Ausbau davon ab, geeignete Grundstücke zu finden, planungsrechtliche Fragen zu klären und passende Baukonzepte zu wählen. Bürgermeisterin oder Bürgermeister wird am 4. Juni dem Ausschuss für Soziales, Jugend und Integration ein detailliertes Konzept vorlegen.

Der anstehende Vorschlag wird Schritte aufzeigen, um sowohl die Krippen- als auch die Kita-Kapazitäten zu erhöhen. Bei Zustimmung könnten die Maßnahmen Familien entlasten, die derzeit vergeblich nach Betreuungsplätzen suchen. Die Stadt setzt dabei auf eine Kombination aus kurzfristigen Lösungen und langfristiger Planung, um den Bedarf zu decken.