Niedersachsen senkt CO₂-Ausstoß auf Rekordtief – doch politische Risiken drohen
Antoinette HettnerNiedersachsen senkt CO₂-Ausstoß auf Rekordtief – doch politische Risiken drohen
Niedersachsen verzeichnet bedeutende Fortschritte bei der Verringerung seines CO₂-Fußabdrucks. Der Bundesland hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 um 32,9 Prozent gesenkt und 2023 mit 51,6 Millionen Tonnen einen neuen Tiefstand erreicht. Doch es gibt Bedenken, dass mögliche Änderungen in der Bundespolitik die Klimainvestitionen beeinträchtigen könnten.
Im vergangenen Jahr sanken die energiebedingten Emissionen Niedersachsens auf den bisher niedrigsten Stand. Gleichzeitig gingen die Ausgaben für den Klimaschutz um 9,6 Prozent zurück und beliefen sich auf insgesamt 32 Milliarden Euro. Trotz dieser Kürzungen baute das Land seine Kapazitäten für erneuerbare Energien weiter aus: Die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen erreichte etwa 10,5 Gigawatt, und die Genehmigungen für Windkraftanlagen stiegen auf Rekordniveau.
Niedersachsen hält an seinem ehrgeizigen Ziel fest, bis 2025 vollständig auf Ökostrom umzustellen. Großprojekte wie die SALCOS-Initiative der Salzgitter AG sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Sobald das Vorhaben vollumfänglich läuft, könnte es den CO₂-Ausstoß um jährlich rund 7,6 Millionen Tonnen reduzieren.
Umweltminister Christian Meyer betonte die Bedeutung des neu gegründeten Niedersächsischen Klimarats für die Beschleunigung der Klimaschutzmaßnahmen. Gleichzeitig äußerte er Besorgnis über geplante bundesweite Änderungen bei der Wärmeplanung und dem Gebäudeenergiegesetz. Der Landesrechnungshof hatte bereits in seinem Bericht von 2022 nachdrücklich zu mehr Engagement im Klimaschutz aufgerufen.
Niedersachsen bleibt Vorreiter bei der Energiewende und der Senkung der Emissionen. Die Investitionen und Projekte des Landes zielen darauf ab, eine nachhaltige Energiezukunft zu sichern. Doch mögliche Kurswechsel in der Bundespolitik könnten die bisherigen Fortschritte gefährden.






