Niedersachsen diskutiert den 8. März als offiziellen Feiertag – Petition überzeugt mit Tausenden Stimmen
Antoinette HettnerNiedersachsen diskutiert den 8. März als offiziellen Feiertag – Petition überzeugt mit Tausenden Stimmen
In Niedersachsen läuft eine Kampagne, den 8. März, den Internationalen Frauentag, zu einem offiziellen Feiertag zu erklären. Die dazugehörige Petition hat bereits starke Unterstützung erhalten und die für eine Prüfung erforderliche Marke von 5.000 Unterschriften überschritten. Die Befürworter drängen nun darauf, dass der Vorschlag im Landtag vorankommt.
Die Initiative ging von einem Bündnis aus dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), der Gewerkschaft Verdi und dem Landesfrauenrat aus. Durch ihr Engagement wurde das Anliegen auf die Tagesordnung des Niedersächsischen Landtags gesetzt. Derzeit prüft das Innenministerium den Antrag.
Die Unterstützer der Kampagne wollen weiterhin für die Einführung des Feiertags werben. Sie planen, an der nächsten Plenarsitzung in Hannover teilzunehmen, um Druck auf die Abgeordneten auszuüben. Damit die Änderung jedoch Gesetz wird, müsste eine Fraktion einen offiziellen Antrag einbringen.
Obwohl einige Wirtschaftsverbände Bedenken wegen möglicher wirtschaftlicher Auswirkungen äußern, deuten Studien darauf hin, dass ähnlich eingeführte Feiertage in der Vergangenheit keine messbaren Folgen hatten. Niedersachsen verfügt derzeit über die wenigsten gesetzlichen Feiertage in Deutschland – insgesamt nur zehn.
Der Vorschlag liegt nun beim Innenministerium und dem Landtag. Bei einer Zustimmung würde der 8. März in die Liste der offiziellen Feiertage in Niedersachsen aufgenommen. Die nächsten Schritte hängen von formalen Anträgen und weiteren Debatten unter den Abgeordneten ab.
