Mordprozess nach tödlichem Schuss im Kleingarten bei Hameln

Birte Schüler
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2 Min.
Ein älterer Mann hält eine Waffe in einer Hand und einen Hut in der anderen, vor einem Hintergrund aus Vögeln, Bäumen und einem Haus, mit Text am unteren Bildrand.Birte Schüler

Mann Tot in Kleingarten - 68-Jähriger Geständnis - Mordprozess nach tödlichem Schuss im Kleingarten bei Hameln

Ein 68-jähriger Mann hat gestanden, einen 63-jährigen Freund in einem Kleingarten in der Nähe von Hameln getötet zu haben. Die Leiche des Opfers wurde am 7. März 2026 von zwei Spaziergängern entdeckt – versteckt im Gebüsch etwa 50 Meter von einem Fußweg entfernt. Dem Angeklagten drohen nun Vorwürfe wegen Mordes aus Habgier sowie schwerer Raub.

Der Tote wurde im Hamelner Stadtteil Rohrsen gefunden, teilweise mit Laub und Ästen bedeckt. Die Spaziergänger bemerkten zunächst einen starken Geruch und Fliegen, bevor sie die sterblichen Überreste entdeckten. Eine spätere Obduktion bestätigte, dass der Mann aus nächster Nähe in den Hals geschossen worden war, was zu tödlichen Verletzungen führte.

Der Angeklagte behauptet gegenüber den Ermittlern, der Schuss sei versehentlich abgegeben worden. Er gab an, die Waffe habe sich gelöst, als er versucht habe, eine Kette zu befreien. Dennoch räumte er ein, die Brieftasche des Opfers an sich genommen und das Geld für die Wartung seines Motorrollers verwendet zu haben. Zudem überweis er 150 Euro auf sein eigenes Konto.

Die Staatsanwaltschaft geht hingegen von einem vorsätzlichen Tötungsdelikt aus finanziellen Motiven aus. Der Beschuldigte bestehe jedoch darauf, kein Mörder zu sein, und bezeichnete den Tod als eine 'bedauerliche Verkettung von Umständen'. In einem separaten Fall wird ihm außerdem vorgeworfen, eine Frau unter Drogen gesetzt und ihr Geld sowie Schmuck gestohlen zu haben.

Nach der Tat gab der Angeklagte an, in Panik geraten zu sein und nicht gewusst zu haben, wie er reagieren solle. Die beiden Männer seien befreundet gewesen und hätten sich zum Zeitpunkt des Vorfalls getroffen, um Gartenarbeiten durchzuführen.

Im Prozess wird nun geprüft, ob es sich um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat handelte. Die Verwendung des Geldes des Opfers durch den Angeklagten sowie frühere Raubvorwürfe gegen ihn werden Teil der Beweisführung sein. Ein Urteil wird in den kommenden Monaten erwartet.

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