31 May 2026, 08:27

Mietpreise explodieren: Immer weniger Quadratmeter für dasselbe Geld in 60 Städten

Mieten in Wiesbaden: Weniger Wohnraum für 1000 Euro

Mietpreise explodieren: Immer weniger Quadratmeter für dasselbe Geld in 60 Städten

Mieten in Deutschland explodieren – Mieter bekommen für ihr Geld immer weniger Wohnfläche

Eine neue Analyse zeigt: In 60 von 80 großen Städten sind bezahlbare Wohnflächen seit 2020 um mindestens 10 Prozent geschrumpft. Experten warnen, dass sich der Trend ohne Gegenmaßnahmen weiter verschärfen wird.

Am dramatischsten ist die Lage in Berlin, wo Mieter für 1.000 Euro Kaltmiete heute 16 Quadratmeter weniger erhalten als noch 2022. Hamburg folgt mit einem Verlust von 12 Quadratmetern, Mainz verzeichnet einen Rückgang um neun Quadratmeter. Auch Wiesbaden ist stark betroffen: Hier sank die Fläche für denselben Preis von 91 auf 82 Quadratmeter – ein Minus von 9,9 Prozent.

Besonders hart trifft es das Ruhrgebiet: In Gelsenkirchen schrumpfte die Wohnfläche für dieselbe Miete um 29 Quadratmeter. Die Studie macht eine „perfekte Sturm“-Kombination aus steigenden Baukosten, höheren Zinsen und wachsender Nachfrage für die drastischen Preisanstiege verantwortlich.

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Immowelt-Chef Theo Mseka bezeichnete die Entwicklung auf dem Mietmarkt in den Großstädten als „alarmierend“. Ein „Überlaufeffekt“ und „Nachholeffekt“ trieben die Mieten auch in benachbarten Städten und im Ruhrgebiet in die Höhe, erklärte er. Ohne gezielte Förderung für den Wohnungsbau werde sich der Teufelskreis aus schrumpfenden Flächen und steigenden Mieten weiterdrehen.

Die Untersuchung offenbart eine sich zuspitzende Krise auf dem deutschen Mietmarkt. In den meisten Großstädten erhalten Mieter für dieselbe Miete heute deutlich weniger Wohnfläche als noch 2020. Ohne politische Kurskorrekturen, so die Prognose der Experten, wird sich das Problem weiter verschärfen – und Wohnen noch unerschwinglicher machen.

Quelle