"Mein Schiff Relax" meldet Insolvenz – Fährbetrieb nach Norderney läuft weiter
Antoinette HettnerNeue Norderney-Fähre: Reederei stellt Insolvenzantrag - "Mein Schiff Relax" meldet Insolvenz – Fährbetrieb nach Norderney läuft weiter
Die Fährreederei Mein Schiff Relax hat nach finanziellen Schwierigkeiten vorläufige Insolvenz beantragt. Trotz dieser Rückschläge führt das Unternehmen seine täglichen Überfahrten wie gewohnt fort. Seit der Gründung im Jahr 2022 hat das Unternehmen Millionen von Passagieren zwischen Norderney und Norddeich befördert.
Mein Schiff Relax wurde 2022 mit Unterstützung lokaler Hoteliers und einer regionalen Stiftung gegründet. Das erste Schiff der Reederei, die Mein Schiff Relax 1, nahm im Herbst 2023 den Betrieb auf, nachdem es auf einer Werft in Groningen, Niederlande, gebaut worden war. Die Kosten für den Bau des Fährschiffs beliefen sich auf einen einstelligen Millionenbetrag in Euro.
Bis März 2026 hatte das Schiff etwa 1,2 Millionen Passagiere und 250.000 Fahrzeuge transportiert. 2024 erweiterte das Unternehmen sein Angebot mit einer neuen Strecke unter dem Motto "Flexibel nach Norderney reisen".
Ein Sprecher bestätigte der Ostfriesen-Zeitung, dass der Insolvenzantrag aufgrund drohender Illiquidität gestellt wurde. Der formelle Antrag wurde beim Amtsgericht Aurich eingereicht. Trotz der finanziellen Probleme bleiben Buchungen möglich, und der Fahrplan wird wie gewohnt eingehalten.
Das Insolvenzverfahren wird nun unter gerichtlicher Aufsicht fortgeführt. Mein Schiff Relax versichert den Passagieren, dass die Überfahrten ohne Unterbrechung weiterlaufen. Die Zukunft des Unternehmens hängt von den Umstrukturierungsbemühungen in den kommenden Monaten ab.






