Maschinenbau-Exporte brechen erneut ein – China und USA verlieren an Bedeutung
Antoinette HettnerMaschinenbau-Exporte brechen erneut ein – China und USA verlieren an Bedeutung
Deutsche Maschinenbau-Exporte gehen zweitmals in Folge zurück
Die Ausfuhren der deutschen Maschinenbauindustrie sind zum zweiten Mal in Folge gesunken. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) führt dies auf die wachsende Konkurrenz aus China und nachlassende Wirtschaftsbeziehungen über den Atlantik zurück. Branchenvertreter fordern nun bessere politische Rahmenbedingungen, um die heimischen Hersteller zu stärken.
Die jüngsten Zahlen zeigen einen deutlichen Rückgang der Auslandsgeschäfte. Die USA blieben zwar der wichtigste Absatzmarkt, doch die Lieferungen gingen um 8,1 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro zurück. Noch stärker brachen die Exporte nach China ein: Sie sanken um 24 Prozent auf nur noch 760 Millionen Euro.
Frankreich hat China inzwischen als zweitwichtigsten Abnehmer deutscher Maschinenbauprodukte überholt. Die Ausfuhren dorthin stiegen um 6,1 Prozent auf 830 Millionen Euro. Trotz dieses Zuwachses bleibt die Gesamtentwicklung negativ.
Dietrich Birk, Geschäftsführer des VDMA in Baden-Württemberg, warnte, dass die Branche unter anhaltendem Druck stehe. Er betonte die Notwendigkeit, dass die Politik den industriellen Standort Deutschland stärken müsse. Ohne Verbesserungen drohe das Land im globalen Wettbewerb an Einfluss zu verlieren.
Der Exportrückgang spiegelt die größeren Herausforderungen wider, vor denen deutsche Maschinenbauer stehen. Angesichts der verschärften Konkurrenz aus China und der abkühlenden transatlantischen Handelsbeziehungen blickt die Branche einer unsicheren Zukunft entgegen. Mit seinem Appell für politische Reformen will der VDMA Deutschlands Position als führende Industrienation sichern.






