12 February 2026, 17:24

Mainzer Fastnachts-Revue bricht mit Tradition – erstmals eine Frau als Protokollchefin

Plakatankündigung für ein Festival in München, Deutschland, mit einem Gemälde einer Frau mit menschlichem Gesicht, umgeben von anderen Menschen und Bäumen, mit Text.

Frauen-Debüt bei "Mainz bleibt Mainz" - Mainzer Fastnachts-Revue bricht mit Tradition – erstmals eine Frau als Protokollchefin

Die 71. Ausgabe von "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" ist mit der gewohnten Mischung aus scharfer Satire und Tradition zu Ende gegangen. Erstmals übernahm eine Frau die Rolle der Protokollchefin – ein Novum in der langen Geschichte der Veranstaltung. Die Revue, bekannt für ihren beißenden politischen Humor, nahm sich erneut prominente Persönlichkeiten aus der Region und der internationalen Bühne vor.

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Christina Grom feierte ihr Debüt als erste Protokollchefin der Revue. In ihrer Performance nahm sie Kanzler Friedrich Merz, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump aufs Korn. Ein besonders pointierter Witz unterstellte, der Himmel möge eingreifen – entweder, indem er Trump "etwas Verstand" schenke oder ihm die Gutenberg-Bibel an den Kopf werfe.

Auch die Wehrpflicht wurde auf die Schippe genommen: Ein Running Gag spielte mit der Idee einer Losziehung für die Rekrutierung von Soldaten. Grom träumte gar von einer "Papstin Ulrike", die von der Loggia des Petersdoms aus die Welt segne. Der langjährige Moderator Andreas Schmitt beendete die Show in seiner Rolle als "Hoher Altardiener" des Mainzer Doms und wünschte Papst Leo XIV. mehr Fortschritt bei der Gleichberechtigung in der Kirche.

Jürgen Wiesmann kehrte für seinen 25. Auftritt als "Ernst Lustig" zurück, eine beliebte Karnevalsfigur. Trotz neuer Gesichter und moderner Einflüsse blieb die Veranstaltung ihren Wurzeln treu und verband Satire mit den jahrzehntealten Traditionen des Festes.

Die 71. Ausgabe festigte den Ruf der Revue für furchtlosen politischen Humor – und zeigte gleichzeitig, wie sie Wandel annimmt. Mit Grom an der Spitze und frischem Material gelang der Spagat zwischen Innovation und bewährtem Stil. Das Publikum verließ den Saal wie immer mit einer Mischung aus Lachen und treffsicheren Kommentaren zum Zeitgeschehen.