27 March 2026, 14:41

Mainz streitet um Hundefreundlichkeit im Martin-Luther-King-Park

Gemälde eines Parks mit Menschen, die zwischen Bäumen, Gebäuden, Laternenmasten und einer bewölkten Himmel wandeln, mit einem Hund im Vordergrund.

Mainz streitet um Hundefreundlichkeit im Martin-Luther-King-Park

Streit um hundefreundliche Flächen in Mainz spitzt sich zu

In den vergangenen Monaten hat sich der Konflikt um hundefreundliche Flächen in Mainz weiter verschärft. Anwohner und Tierhalter fordern eine bessere Infrastruktur, darunter Spender für Kotbeutel und einen ausgewiesenen Freilaufflächenbereich für Hunde. Im Mittelpunkt der Diskussion steht der Martin-Luther-King-Park, eine vielgenutzte Grünanlage, die Hartenberg-Münchfeld mit der Innenstadt verbindet.

Im Juli 2025 organisierten Hundebesitzer eine Protestaktion im Park und verlangten mehr Angebote für ihre Tiere. Die Initiative, unterstützt von der Online-Plattform Hundewiese-fuer-mainz.de, forderte stadtweite Kotbeutelspender sowie einen eingezäunten Bereich, in dem Hunde ohne Leine laufen dürfen. Obwohl Schilder den Park als "öffentliche Grünfläche" mit strenger Leinenpflicht ausweisen, lassen einige Halter ihre Hunde bereits frei herumlaufen – als gehöre ihnen das Gelände.

Der Park erfüllt vielfältige Funktionen: Neben Bänken gibt es einen Tischtennistisch, eine Boule-Bahn, einen Fußballplatz und einen Basketballkorb. Zudem dient er als wichtige Verbindung für Fußgänger und Radfahrer. Angesichts der wachsenden Nachfrage beauftragte der Stadtrat Anfang September 2025 die Verwaltung, mögliche Standorte für eingezäunte Hundeauslaufzonen zu prüfen.

Doch Stadträtin Steinkrüger machte deutlich, dass eine Umwidmung bestehender Grünflächen in Hundewiesen unwahrscheinlich sei. Die Stadt verwies auf begrenzte Mittel und bestehende Verpflichtungen, darunter Sanierungspläne, die bereits im Mai 2024 beschlossen wurden. Demzufolge sei ein Hundepark im Martin-Luther-King-Park unter den aktuellen Gegebenheiten nicht realisierbar.

Die Debatte bleibt vorerst ungelöst – seit dem Protest im Juli 2025 gab es keine neuen Entwicklungen. Konkrete Alternativen oder Kompromissvorschläge für Hundebesitzer liegen nicht vor. Der Martin-Luther-King-Park bleibt damit weiterhin sowohl ein beliebter Freizeitort als auch ein umstrittenes Terrain für freilaufende Hunde.

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