Leroy Sané bleibt trotz WM-Kritik eine polarisierende Schlüsselfigur im DFB-Team
Goran BolnbachLeroy Sané bleibt trotz WM-Kritik eine polarisierende Schlüsselfigur im DFB-Team
Leroy Sané steht trotz des durchwachsenen WM-Starts der deutschen Nationalmannschaft weiterhin im Fokus harter Kritik. Die Zukunft des Flügelstürmers im Team wird spätestens seit seinem Wechsel zu Galatasaray Istanbul infrage gestellt.
Die Diskussionen über Sanés Rolle im Kader halten seit seinem Vereinswechsel an. In seiner ersten Saison in der Türkei erzielte er in 43 Spielen lediglich sieben Tore – ein Argument für seine Kritiker. Einige Experten behaupten, sein Wechsel in die türkische Liga habe seine Nationalmannschaftskarriere gefährdet.
Die Konzentration auf Sané als angeblichen Störfaktor im deutschen Spiel ist ungewöhnlich hartnäckig. Ilkay Gündoğan argumentierte kürzlich in einer Der-Spiegel-Kolumne, dass ständige Kritik einen kreativen Spieler wie ihn lähmen könne. Dennoch spielte Sané eine Schlüsselrolle bei der WM-Qualifikation Deutschlands: Er traf zweimal und bereitete ein Tor im Spiel gegen die Slowakei vor.
Öffentliche Unterstützung erhält Sané von Teamkollegen und dem Betreuerstab. Sowohl Joshua Kimmich als auch Bundestrainer Julian Nagelsmann lobten seine Laufbereitschaft und defensiven Leistungen. Gleichzeitig sah sich Nadiem Amiri, der mit einer sehenswerten Vorlage überzeugte, in einer Pressekonferenz nicht mit Fragen zu seinem direkten Konkurrenten Jamal Musiala konfrontiert.
Sané bleibt eine polarisierende Figur im deutschen Team. Seine Leistungen halfen bei der Qualifikation, doch die Kritik an ihm ebbt nicht ab. Die Debatte über seinen Platz im Kader wird voraussichtlich weitergehen.
