Kunst und Spiritualität verschmelzen beim ökumenischen Gottesdienst in Koblenz
Antoinette HettnerKunst und Spiritualität verschmelzen beim ökumenischen Gottesdienst in Koblenz
Ökumenischer Gottesdienst in Koblenz verbindet spirituelle Reflexion mit künstlerischem Ausdruck
In Koblenz fand ein besonderer ökumenischer Gottesdienst statt, der religiöse Besinnung mit künstlerischer Gestaltung verband. Unter der Leitung lokaler Kirchenvertreter bot die Veranstaltung Musik, anregende Reden und die Eröffnung einer neuen Kunstausstellung.
Die Feier wurde gemeinsam vom Superintendenten Rolf Stahl der Evangelischen Kirche und vom Dekan Thomas Darscheid der Katholischen Kirche gestaltet. Organist Joachim Aßmann begleitete die Zeremonie musikalisch.
Professor Wolf-Andreas Liebert von der Universität Koblenz hielt eine Rede, in der er das Wortspiel "ersöchpferisch" erläuterte – eine Verbindung aus Erschöpfung und Schöpferkraft. Gleichzeitig kritisierte er die moderne Gesellschaft mit ihrem Fokus auf Macht und Konsum und bezog sich dabei auf Freuds Idee vom "prothetischen Gott". Parallel dazu setzte sich Barbara Schöneberger's Installation "Mensch" in der Herz-Jesu-Kirche mit dem Sündenfall und den Widersprüchen des Menschen auseinander. Das Kunstwerk bleibt bis Sonntag, den 15. März 2026, zu sehen.
Im Anschluss an den Gottesdienst begaben sich die Besucher ins Künstlerhaus Metternich zur Eröffnung der Ausstellung "Ein Teil des Ganzen XII – ERSCHÖPFEND KREATIV" des Bundes Bildender Künstler Mittelrhein (BBK). Die Veranstaltung vereinte lokale Kultureinrichtungen wie die Rheinische Philharmonie, die Musikschule Koblenz, das Jugendtheater, den Jugendkammerchor, den Opernchor sowie Schauspieler des Theaters Koblenz.
Die Zusammenarbeit von Kirchen, Künstlern und Musikern schuf ein einzigartiges kulturelles und spirituelles Erlebnis. Während Barbara Schöneberger's Installation fast ein Jahr lang zugänglich bleibt, lädt die Ausstellung im Künstlerhaus Metternich zu weiterem künstlerischem Austausch ein.






