31 March 2026, 12:52

Kreisumlage belastet Städte im Rhein-Kreis Neuss bis an die Grenze

Liniengraph, der die Entwicklung der Bundesverschuldung bei der Bevölkerung zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Kreisumlage belastet Städte im Rhein-Kreis Neuss bis an die Grenze

Steigende Finanzlasten bringen Städte im Rhein-Kreis Neuss an ihre Grenzen. Der Grevenbroicher Bürgermeister Klaus Krützen fordert dringend Gegenmaßnahmen, da die Kreisumlage – eine jährliche Pflichtabgabe der Kommunen an den Kreis – weiter stark ansteigt. Die wachsende Belastung gefährdet lokale Leistungen von Schulen bis zu Sozialprogrammen und zwingt die Städte, ihre Haushalte mit immer größeren Schwierigkeiten auszugleichen.

Die Kreisumlage ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Zwischen 2021 und 2025 erhöhte sich der Pro-Kopf-Betrag im Rhein-Kreis Neuss von etwa 450 Euro auf rund 620 Euro. Städte wie Neuss, Grevenbroich und Dormagen verzeichneten Anstiege von über 45 Prozent – getrieben durch höhere Sozialausgaben und sinkende Gewerbesteuereinnahmen. Bis 2026 rechnet Grevenbroich damit, dass die Gewerbesteuer die volle Kreisumlage nicht mehr decken wird, was die finanzielle Not weiter verschärft.

Die Kreisumlage finanziert zwar wichtige regionale Aufgaben, doch ihr Fehlen auf kommunaler Ebene ist spürbar. Schulen, Kitas, Straßen und Bürgerprojekte leiden unter den knapper werdenden Budgets. Krützen betont, dass die Abgabe zwar kreisweite Bedarfe deckt, ihr ungebremstes Wachstum jedoch die Fähigkeit der Städte untergräbt, in die eigene Zukunft zu investieren.

Um die Belastung zu mindern, setzt sich Krützen für ein verbindliches Einsparziel von zwei Prozent im Kreishaushalt ein. Er bezeichnet dies als faire, solidarische Maßnahme und verweist darauf, dass viele Städte bereits strenge Sparauflagen für sich selbst beschließen. Starke kommunale Handlungsfähigkeit, so Krützen, sei entscheidend für Lebensqualität, sozialen Zusammenhalt und demokratische Stabilität.

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Sein Vorschlag deckt sich mit Forderungen kommunaler Spitzenverbände, die seit Langem strengere Haushaltskontrollen einfordern. Ohne Gegensteuerung, warnt Krützen, werde die steigende Kreisumlage lokale Leistungen und Infrastruktur weiter aushöhlen.

Das geforderte Sparziel soll die finanzielle Belastung der Städte im Rhein-Kreis Neuss begrenzen. Wird es umgesetzt, könnte es Kommunen wie Grevenbroich helfen, trotz schrumpfender Einnahmen grundlegende Dienstleistungen aufrechtzuerhalten. Die Entscheidung wird mitbestimmen, wie gut die lokalen Regierungen ihre Bürger in den kommenden Jahren unterstützen können.

Quelle