11 June 2026, 00:29

Krachs SPD-Pläne: Fünf-Prozent-Steuer für Topverdiener bis 2030

Krach schlägt 'Zukunftssolidaritätssteuer' vor

Krachs SPD-Pläne: Fünf-Prozent-Steuer für Topverdiener bis 2030

Steffen Krach, Spitzenkandidat der SPD in Berlin, hat eine neue Steuer für die höchsten Verdienenden vorgeschlagen. Sein Plan sieht eine „Zukunfts-Solidaritätsabgabe“ von fünf Prozent auf Einkommen über 300.000 Euro für Einzelpersonen und über 500.000 Euro für verheiratete Paare vor. Der Vorstoß kommt zu einer Zeit, in der Deutschland mit wachsender Ungleichheit und einer steigenden Zahl extrem vermögender Bürger konfrontiert ist.

Krachs Vorschlag zielt darauf ab, wirtschaftliche Ungleichheiten abzubauen, indem durch die Abgabe Spielraum für Steuersenkungen und soziale Reformen geschaffen wird. Die Einnahmen sollen Bildungsprogramme und Familienfördermaßnahmen finanzieren. Zudem hat er eine zeitliche Befristung für die Steuer festgelegt: Sie soll nur bis 2030 gelten.

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Die Initiative folgt auf Kritik an geplanten Sparmaßnahmen, die besonders schutzbedürftige Gruppen unverhältnismäßig stark belasten. Krach fordert die SPD auf, Alleinerziehende, Rentner, pflegende Angehörige, Auszubildende und Studierende vor Kürzungen zu schützen. Er betont, die Partei müsse die Stärken der sozialen Demokratie unter Beweis stellen – und verweist dabei auf Wahlergebnisse und Umfragen, die Handlungsbedarf signalisieren.

Indem die Steuer am Beginn des Reformprozesses stehen soll, hofft Krach, das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Der Vorschlag ist darauf ausgelegt, die Akzeptanz für anstehende gesellschaftliche Veränderungen zu erhöhen und gleichzeitig die finanzielle Belastung für die Schwächsten zu verringern.

Die Abgabe würde gezielt die Spitzenverdiener treffen und Schlüsselbereiche der sozialen Daseinsvorsorge finanzieren. Ihre zeitliche Begrenzung und die zweckgebundene Verwendung der Mittel sollen fiscale Verantwortung mit der Unterstützung benachteiligter Bevölkerungsgruppen in Einklang bringen. Nun steht die SPD vor der Aufgabe, aus dem Konzept konkrete Politik zu machen.

Quelle