30 May 2026, 22:23

Klimaproteste im Ruhrgebiet eskalieren: 1.500 Aktivist:innen blockieren Kraftwerke und Gleise

Größter Pipeline-Hersteller besetzt

Klimaproteste im Ruhrgebiet eskalieren: 1.500 Aktivist:innen blockieren Kraftwerke und Gleise

Klimaschutzaktivist:innen haben im Ruhrgebiet eine Reihe von Protesten gegen den Ausbau fossiler Gasinfrastruktur inszeniert. Am Freitag beteiligten sich rund 1.500 Menschen an koordinierten Aktionen, die sich gegen große Industrieanlagen richteten. Die von dem antikapitalistischen Bündnis Ende Gelände organisierten Demonstrationen umfassten Blockaden, Besetzungen und Märsche.

In Gelsenkirchen blockierten Protestierende das Kraftwerk Scholven, wo Pläne für eine neue Gasanlage auf Kritik stoßen. Einige Aktivist:innen installierten sogar Solarpaneele auf dem Geländes des Kraftwerks, um für erneuerbare Alternativen zu werben. Gleichzeitig besetzte eine weitere Gruppe Gleisanlagen bei Europipe in Mülheim an der Ruhr, dem größten Pipeline-Hersteller Europas.

Eine weitere Protestaktion unterbrach den Schichtwechsel im Hüttenwerk Friedrich Wilhelms Hütte, ebenfalls in Mülheim. In Hamm zogen Demonstrant:innen in Richtung Hauptbahnhof und trugen Transparente mit Parolen wie „Energiekonzerne enteignen!“ Die Polizei umstellte später einige Protestierende und begründete dies mit Verstößen gegen das Vermummungsverbot.

Vor einer für Samstag geplanten Großdemonstration bestätigte ein Gericht ein Polizeiverbot für Proteste am Kraftwerk Gersteinwerk. Dennoch rechnen die Organisator:innen mit tausenden Teilnehmenden – unterstützt von Umweltgruppen und der Aktivistin Greta Thunberg.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die Proteste richten sich gegen zentrale Industrieanlagen und fordern ein Ende der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Während die Demonstration am Samstag wie geplant stattfinden soll, bleibt das Verhältnis zwischen Behörden und Aktivist:innen angespannt. Das Bündnis hinter der Kampagne besteht weiterhin auf einen Umstieg hin zu klimafreundlichen Energielösungen.

Quelle