23 May 2026, 04:39

ifo-Chef Fuest warnt: Deutschlands Wirtschaft steht vor dem "Crashkurs"

Ifo-Präsident Fuest sieht Bundesregierung auf 'Kollisionskurs'

ifo-Chef Fuest warnt: Deutschlands Wirtschaft steht vor dem "Crashkurs"

Deutschlands Wirtschaftsperspektiven bleiben düster: Seit sieben Jahren stagniert die Konjunktur. Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, warnt in drastischen Worten vor der finanziellen Entwicklung des Landes. Nun drängt er auf sofortige Reformen und bezeichnet diesen Sommer als „letzte Chance“ für ein Umsteuern.

Fuest sieht die Probleme jedoch nicht nur im schwachen Wachstum. Er bezeichnet Deutschland als „Epizentrum des zweiten China-Schocks“ – eine Einschätzung, die sich mit Analysen des britischen Thinktanks Centre for European Reform deckt. Seit 2019 stagniert die Wirtschaftsleistung des Landes, was Befürchtungen einer lang anhaltenden Schwächephase nährt.

Auch den leichten Anstieg des ifo-Geschäftsklimaindex im Mai – von 84,5 auf 84,9 Punkte – wertet der ifo-Chef als trügerisch. Zugleich kritisiert er die Wachstumsstrategie von Bundeskanzler Friedrich Merz: Nach einem Jahr im Amt zeige diese keine Wirkung.

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Zur möglichen Produktion chinesisch entwickelter Elektroautos durch Volkswagen in deutschen Werken äußert sich Fuest differenziert. Zwar räumt er Risiken ein, betont jedoch, dass eine Standortbindung in Deutschland dem vollständigen Verlust von Produktionskapazitäten vorzuziehen sei. Noch deutlicher werden seine Warnungen im Vergleich zu Italien, das sich von einem ähnlichen Wirtschaftsschock nie erholt habe.

Am dringlichsten sind Fuest zufolge die öffentlichen Finanzen. Deutschland steuere auf einen „Crashkurs“ zu, so der Ökonom. Ohne Reformen drohe ein unumkehrbarer Niedergang.

Die jüngste Analyse des ifo Instituts zeichnet ein düsteres Bild der deutschen Wirtschaft: Seit 2019 stockt die Produktion, die Staatsfinanzen geraten unter Druck. Ob die Regierung noch vor dem Sommer handelt, wird die wirtschaftliche Zukunft des Landes für Jahre prägen.

Quelle